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23. März 2006
Apple beklagt staatliche Piraterie-FörderungiTunes soll DRM-verseucht bleiben Als "staatlich geförderte Piraterie" bezeichnete Apple das in Frankreich vom Parlament verabschiedete Gesetz, welches kopiergeschützte Medien zu mehr Kompatibilität verpflichtet. Auch DRM-geschützte Dateien sollen in Zukunft auf beliebigen Playern abspielbar sein, Apple konnte bislang die Offenlegung des FairPlay-DRM für iTunes und iPods verhindern. In Frankreich muss sich das nun ändern. Die iPod-Verkaufszahlen werden wahrscheinlich steigen, wenn User ihre Player mit "interoperabler" Musik laden, die nicht angemessen geschützt werden kann, und auch frei verbreitbare Filme sieht man bei Apple schon in einer Zukunft, die sich zu einer "staatlich gesponsorten Pirateriekultur" entwickle. Heuchelei, wenn man sich die Verkaufszahlen der Player und der DRM-Tracks bei Apple betrachtet: denn der kleinste Teil der Tracks auf dem durchschnittlichen iPod ist DRM-geschützt. 2004 verkaufte Apple 21 Songs pro verkauftem iPod, Mitte 2005 hatte sich die Zahl auf immerhin 31 Songs pro Player erhöht. Ob tatsächlich iPod-User existieren, die Tracks im zweistelligen Bereich auf ihren Playern gespeichert haben, kann getrost bezweifelt werden. Fazit: dass die iPods mit "interoperabler" Musik geladen werden, ist seit Einführung des iPods der Fall - und wurde auch gerne in Kauf genomen, denn wie hätte sich ein Player verkauft, auf dem man nur Musik abspielen kann, die man bei Apple nochmals bezahlen müßte - ungeachtet dessen, dass man sie bereits im CD-Regal stehen hat? Dass man ausgerechnet jetzt mit diesem Argument kommt, deutet darauf hin, dass im Hause Apple die Argumente Pro DRM offenbar langsam ausgehen. Verwandte News
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