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21. Mai 2008
Altersbeschränkungen für britische WebvideosGroßbritannien soll in absehbarer Zeit Altersbeschränkungen und -kontrollen für im Netz veröffentlichte Filme bekommen. Allerdings nur teilweise: Das System beschränkt sich auf freiwillige Teilnehmer unter den Branchengrößen. Ähnlich wie in Deutschland die FSK ist das British Board of Film Classification (BBFC) für die Erteilung von Altersfreigaben für Filme, Computer- und Videospiele zuständig. Allerdings, und das überrascht nach Angaben des BBFC viele Eltern, nicht für im Internet veröffentlichte Videos oder Spiele. 74% aller befragten Eltern seien darüber besorgt, sagt das BBFC und beruft sich auf unabhängige Studien. Eine gute Rechtfertigung für den aktuellen Vorstoß der Prüfer. Der wichtigere Teil neben diesen Einschätzungen dürften allerdings die Zugangsbeschränkungen sein. Diese werden nicht von BBFC.online angeboten, sondern müssen von den Teilnehmern selbst errichtet werden. Das BBFC werde diese allerdings durch Testläufe auf Tauglichkeit überprüfen, versicherte dessen Vertreter Peter Johnson. Eine Ausweitung des Programms auf andere Formate, insbesondere das weite Feld der Onlinegames, steht zunächst nicht bevor. Für die sieht sich bis auf weiteres Pegi, die Selbstkontrolle-Organisation der Spielewirtschaft, verantwortlich. Eine Kooperation sei allerdings von Seiten des BBFC erwünscht, wie ein Sprecher erklärte. Auch eine Ausdehnung auf Angebote wie Microsofts Xbox Live, Sonys Playstation Network oder WiiWare von Nintendo sei zwar nicht geplant, aber möglich. Das gleiche gelte für Online-TV-Recorder. Kritikern versuchte BBFC-Mann Peter Johnson bereits im Voraus die Luft aus den Segeln zu nehmen. BBFC.online sei kein Versuch, das Internet zu zensieren oder Onlinegaming zu regulieren. Vielmehr hoffe man, durch diese freiwillige Vereinbarung eine gesetzliche Regelung zu verhindern. Ob das System des BBFC allerdings Erfolg haben kann, ist fraglich. Denn Altersverifikationen im Netz haben wenig Freunde - und bei einer Maßnahme wie dieser lediglich auf die großen Anbieter zu zielen kann sich leicht als Fehler erweisen. Dennoch wäre ein Erfolg dieser freiwilligen Regelung wünschenswert - eine gesetzliche Regulierung würde mit großer Wahrscheinlichkeit noch weitaus mehr Probleme mit sich bringen. (Via BBC News) Trackbacks
Wie soll diese Alterskontrolle denn bitte funktionieren ? Einen Schmarrn nenne ich das. TonyMontana187 am 21.05.2008 20:52
Man könnte auch sagen, dass 74% der befragten Eltern unfähig sind, ihre Kinder richtig zu erziehen und ihnen die Gefahren des Internets nahe zu bringen. Erschreckend.. Verbote erhöhen nur doch nur den Reiz für die Kinder, sich so etwas anzusehen, weil se dann "cool" sind. EDIT: Wie naiv sind die eigentlich? Zensur wurde doch noch nie beim Namen genannt. Es wird immer in "Jugendschutz" oder "Gefahr für die Sicherheit der Nation" ... Karash86 am 21.05.2008 20:59
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