Ist die Anmeldung in einer Onlinecommunity erst ab 13 Jahren erlaubt, interessiert das eine bestimmte Personengruppe herzlich wenig: Kinder unter 13. Die registrieren sich laut einer Studie von Oxfam dennoch auf MySpace, Facebook und Co. Und bevor der Jugendschutz wieder aufschreit: die Studie weiß auch erstaunliches zur drängenden Frage "Hören Kinder auf ihre Eltern?" zu berichten.
Überrascht wird man von wenigen Ergebnissen des Berichts: Populär sind die Network-Sites vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 22% aller Internetuser über 16 haben ein Profil auf einer der einschlägigen "Social Network"-Sites. Die junge Zielgruppe wird besonders gut erreicht: 49% der User zwischen 8 und 17 Jahren haben ein Profil, die Altersgruppe zwischen 16 und 24 Jahren ist gar zu 54% auf den Plattformen vertreten.
Was dazu führt, dass über ein Viertel der Kinder zwischen 8 und 11 Jahren, die einschlägige Seiten kennen, auch ein Profil auf einer Social-Networksite angelegt haben. Zwar sind einige Netze explizit für Kinder gedacht, der größte Teil der Anmeldungen dürfte sich jedich bei den bekannten, großen Anbietern wie MySpace, Facebook und Bebo herumtreiben.
Dass Kinder Altersfreigaben ignorieren, ist keine berauschend neue Erkenntnis. Was hingegen beruhigt: die Quote der Kinder, die auf ihre Eltern hört, ist erfreulich hoch. 53% der Kinder, die Social Networks nutzen, gaben an, dass ihnen von den Eltern Verhaltensregeln gegeben wurden. Zwei Drittel der Eltern gaben wiederum an, solche Regeln aufzustellen - ein Schwund von 13% ist erstaunlich wenig, eher zu beanstanden ist, dass es ein Drittel der Eltern offenbar nicht für nötig hält, mit netznutzenden Kindern über das Internet zu reden.
Und Redebedarf besteht - auch für die Erwachsenen, und selbst für die hart forschenden Wissenschaftler bei Oxfam. Bei der Analyse von "riskantem Verhalten" auf Network-Sites konstatierten sie bei Erwachsenen eine gewisse "Sorglosigkeit" - 17% der User würden dort mit Leuten sprechen, die sie nicht kennen würden, gar 35% mit "Freunden von Freunden". Irgend jemand sollte den Jungs von Oxfam mal erklären, dass es gerade darum auf den Netzwerkseiten geht - Leute kennenzulernen, die man vorher nicht kannte.
Vor allem öffnet sich das Internet durch die Web2.0-Communities wie Facebook oder MySpace immer mehr der breiten Öffentlichkeit und nicht Computernerds oder Spielefreaks.
ich finde da sollte man hart durchgreifen. wollt ihr, dass eure kinder einfach mit fremden(!!!) reden? Das sind doch eh alles pädophile kranke menschen! und dann noch die ganzen pornographischen angebote im netz!!! da muss man was gegen tun! [/ironie] naja ne ,alter hut