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05. März 2008
AllPeers macht dicht Privates Filesharing per Browser vorerst am EndeIn ihrem "nächsten Leben" sehen sich Allpeers und seine Nutzer wieder, so die Erklärung im Allpeers-Blog. Das Firefox-Plugin trat mit großen Ambitionen an - bequemer, privater Datentausch via Browser-Interface und basierend auf BitTorrent sollte das Netz einmal mehr enger zusammenrücken lassen. Die Userbasis wuchs jedoch nur langsam, so die Erklärung von Allpeers, welches damit eingestellt wird. Die Alternative zu P2P und dem Home-FTP: dort ungefähr sollte Allpeers seine Marktlücke finden. Ein idiotensicheres Interface, mit dem Freunden Files auf dem eigenen Rechner freigegeben und übermittelt werden können, die nicht-öffentliche Alternative zu Tauschbörsen und irgendwann auch die Aufhebung der Trennung zwischen privaten und öffentlichen Netzinhalten: ambitioniert und vollgepackt mit guten Ideen war Allpeers allemal. Danksagungen und Bedauern in größerem Ausmaß werden nun geäußert - eine großartige, engagierte Community habe man aufbauen können, einige sehr spannende Jahre verlebt, dennoch wird AllPeers eingestellt. Man habe gewusst, dass man sich an ein großes Projekt mit unsicherem Ausgang heranwage, aber Neben dem Pathos werden aber auch einige ganz handfeste Faktoren zum nun erfolgten Schritt geführt haben. Die genaue Summe wurde nie bekanntgegeben, aber mehrere Millionen Venturekapital waren im Spiel, als Allpeers seinen Weg antrat. Die werden nun wohl verbrannt sein, ohne dass das Projekt auf eigenen finanziellen Füßen stehen konnte. Dazu hätte es eine breite Userbasis gebraucht, die wiederum auch irgendwie für Einkünfte hätte sorgen müssen. Daran wird das Projekt wohl gescheitert sein. Problematisch insbesondere die Browsereinbindung: potentiell hat das Tool Zugriff auf alles, was der Firefox macht, entsprechend misstrauisch werden die Funktionen des Tools beäugt worden sein, nachdem die Sourcen offengelegt wurden. Und so wurden wohl auch trotz der guten Eindrücke von Funktion und Bedienbarkeit der Software die kommerziellen Ziele nicht erreicht - die spätestens dann eben Pflichtprogramm sind,m wenn Risikokapital ins Spiel kommt. Ob und wie ein Neuanlauf kommt, steht aktuell in den Sternen - wenngleich der Bedarf an leicht bedienbaren, privaten Filesharingtools durchaus vorhanden ist. Angesichts der verschiedenen Lösungen, die in Entwicklung sind, ist eine wirklich weit verbreitete Plattform auch nach dem Ableben von Allpeers nicht in Sicht. Wobei eben auch fraglich ist, ob man einem Tool, das zum kommerziellen Erfolg verdammt ist, eine solche Verbreitung hätte wünschen sollen - vor allem, wenn es die Möglichkeit hat, das komplette Surf- und Tauschverhalten mitzuschneiden, zu analysieren und in der einen oder anderen Form zu Geld machen muss. Verwandte News
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