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16. Mai 2006

AllofMP3.com Todesmeldungen stark übertrieben

Der umstrittene russische Musikshop allofmp3.com ist wieder online: Spekulationen über eine Schließung des Dienstes haben sich nicht bewahrheitet. Der in Deutschland mit Linkverbot belegte Onlineshop hatte zwar auch mit den russischen behörden kürzlich Ärger, die jetzige Downtime sei jedoch ordinären Reperaturen geschuldet gewesen. Bereits vorher dementierte die IFPI, mit der Unerreichbarkeit von Allofmp3 irgend etwas zu tun zu haben.

Gerüchte kursierten, dass das allofmp3-Angebot nun unter mp3stor.com firmiere, dies wurde laut Wikipedia jedoch bestritten. Vladislav Nikulenko von mp3stor: "We are not related to allofmp3.com. Mp3stor.com is quite new but rather big mp3 archive."

Mit einer Bonus-Aktion sollten verunsicherte Kunden des russischen Musikshops abgeworben werden, inzwischen kann man sich jedoch wieder wie gewohnt bei allopfmp3.com bedienen. Die Site hatte vor kurzem mit dem Alltunes-Player ein bequemes Player- und Shoppingtool nach iTunes-Vorbild veröffentlicht.

Aus dem Ausland wird auf die Seite - beziehungsweise ihre Kunden - schon seit längerer Zeit Druck ausgeübt. Links auf alllofmp3.com führen binnen kurzer Frist zur Abmahnung, da die Nutzung des Angebots in Deutschland illegal sei: allofmp3 bietet Musik zu erstaunlich günstigen Preisen an, führt an ausländische Verwerterverbände jedoch keinerlei Lizenzgebühren ab.

Auch in Rußland selbst wird die Luft für den Shop dünner. Die angeblich mangelhafte Pirateriebekämpfung ist eines der Haupthemmnisse für den angestrebten Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation WTO. Premier Putin hatte angekündigt, Piraterie in Russland massiv zu bekämpfen.

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