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03. Juli 2007
allofmp3.com down Die Musikindustrie ist gerettetHemmnis für Russlands WTO-Beitritt, Hauptkonkurrent für "seriöse" Online-Musikshops, Symbol des millionenfachen Diebstahls an Rechteinhabern, Preisbrecher und Anlass für Linkverbote: die Liste der Missetaten von allofmp3.com ist lang. Nun ist die Seite dicht, und zweifellos wird nun der Musikbusiness endlich wieder die Gewinne einfahren, die er verdient, nachdem der Hauptfeind erledigt ist. Aber ist er erledigt? Oder nur teurer? Unschlagbar günstig war der russische Downloadshop, der in beliebigen Formaten Musik verkaufte. Der internationale Druck wurde Russland nun offenbar zu hoch: obgleich seitens allofmp3.com mehrfach bekräftigt wurde, ein legales Unternehmen zu sein, welches Lizenzgebühren an die russische Verwertergesellschaft ROMS abführt, wurde die Site laut Wie genau sich die neue Site rechtlich von AllofMP3 unterscheidet, ist unklar: zumindest die Preise sind einmal mehr ein Stück höher, um die 15 Cent werden pro Track fällig, Alben sind für preise von wenig über zwei Dollar zu haben. Während der Times kein Statement von MediaServices vorliegt, inwieweit sich MP3sparks von der Vorgängerseite unterscheidet, will In den WTO-Beitrittsverhandlungen zwischen Russland und dem US-Handelsministerium wurde zugesagt, dass auch gegen weitere Seiten in Russland vorgegangen werde, die illegal urheberrechtlich geschütztes Material verbreiten. Inwieweit hier MP3sparks.com ins Visier rückt, wird die Zukunft zeigen. Nichtsdestotrotz muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass allofmp3.com trotz (oder wegen) aller Kontroversen eine Seite war, die den Online-Musikmarkt stark beeinflusst hat - und das auch und gerade zum Besseren. Der konsequente Verzicht auf DRM, die kundenfreundliche Wahl zwischen weitgehend beliebigen Encoding-Qualitäten bis hin zu Lossless-Formaten sowie das umfassende Angebot, unabhängig von Befindlichkeiten der Labels, die gelegentlich sehr selektiv Lizenzen für verschiedene Shops vergeben, demonstrierte, wie ein Online-Musikshop aussehen sollte. Von AllofMP3 gab und gibt es viel zu lernen - und das nicht in der Preispolitik, sondern gerade in Bezug auf andere Features. Die Rolle der russischen Site kann dabei gar nicht als wichtig genug eingeschätzt werden. Nun ist die Ära vorläufig zu Ende - und analog zur Napster-Schließung werden die Nachfolger aus dem Boden schießen. Die Technologie hinter dem Onlineshop ist nach wie vor vorhanden, und auch wenn MediaServices sich aus dem Business zurückziehen sollte, werden andere die Programme kaufen oder lizenzieren. Insofern braucht sich die Industrie vermutlich keine Sorgen zu machen: Auch in Zukunft wird sie überall Schuldige für ihre desolate Lage finden können und braucht nicht nach den eigenen Fehlern zu suchen. Verwandte News
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