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21. Mai 2007
AllofMP3.com Britische Polizei verhaftet Gutschein-VerkäuferDie von Russland aus betriebene Mp3-Verkaufsplattform AllofMP3.com hat über die Jahre weltweit notorische Berühmtheit erlangt. Den Betreibern wird vorgeworfen, keinerlei Abgaben an die Verwertungsgesellschaften zu zahlen. Die weltweiten Kontramassnahmen ziehen die Schlinge um AllofMP3.com immer enger. Nun hat die englische Polizei einen Verdächtigen festgenommen, der Gutscheine für den Mp3-Shop verkauft haben soll. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, Transaktionen für die russischen Webseiten-Betreiber vorgenommen zu haben. Es soll Gutscheine, meist im Wert von 10 Pfund, auf EBay und einer eigens dafür eingerichteten Seite allofmp3vouchers.co.uk angeboten haben. Damit erwarben Kunden einen Zugangscode, den sie gegen eine bestimmte Anzahl von Tracks auf AllofMp3.com einlösen konnten. Die Einnahmen soll der Engländer auf Offshore-Konten überwiesen haben, welche von den russischen Betreibern verwaltet wurden. Die Aktion ist das letzte Glied in einer langen Kette von Massnahmen, die gegen AllofMP3.com gerichtet waren. Die MP3-Plattform, die einst wegen ihrer Popularität mit iTunes in einem Atemzug genannt wurde, ist nun nicht einmal mehr unter den 2000 populärsten Websites zu finden. Vor allem seitdem sich Mastercard, Visa und PayPal weigern, Transaktionen für die Verkaufsplattform zu übernehmen, schwindet der Erfolg immer mehr. Die dänische Regierung hat im letzten Jahr die Sperrung der Website verfügt. Verfahren gegen die Betreiber laufen unter anderem in England, Deutschland, Italien und den USA. AllofMP3.com selbst sieht sich als vollkommen legal und gibt an, Tantiemen an die russische Verwertungsgesellschaft ROMS abzuführen. Allerdings wurde ROMS aus dem internationalen Copyright-Verband CISAC ausgeschlossen, und BPI bestreitet, daß die russische Agentur das Recht habe, Titel an Seiten wie AllofMP3.com zu lizensieren. Verwandte News
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