Unter den klagenden Parteien befinden sich die Labels Arista, Warner, Capitol und UMG. Vor einem New Yorker Gericht wurde die Klage eingereicht, AllofMP3 bestreitet die Zuständigkeit des Gerichts, da der Sitz des MP3-Shops nicht in New York sei. Nach wie vor beruft sich der russische Downloadshop darauf, nach russischem Recht legal zu arbeiten und die in Russland fälligen 15% Lizenzabgaben an die russische Verwertergesellschaft ROMS abzuführen.
Der Sinn der neuerlichen Klage gegen AllofMP3 erschließt sich nicht. Ende November 2006 einigten sich die USA und Russland auf russische Gesetzesänderungen im Rahmen der WTO-Beitrittsverhandlungen, die eine Schließung der Sites illegaler Musikanbieter im Netz ermöglichen. Das Übereinkommen nennt allofmp3.com als Beispiel für eine solche Site.
Womit der Weg frei sein müßte, in Russland gegen die Anbieter vorzugehen. Die Klage in New York dürfte AllofMP3.com weitgehend kalt lassen. Auch scheint leicht unwahrscheinlich, dass der Shop bei seinen günstigen Preisen schlappe 1,65 Billionen auf die Seite schaffen konnte, um den geforderten Schadenersatzansprüchen genügen zu können.
Somit zeigt die Klage nur einmal mehr, wie weit den Labels beim Veranschlagen angeblicher "Schäden" der Boden unter den Füßen verloren gegangen ist. Ob sie von AllofMP3.com nun 1,65 Millionen oder 1,65 Billionen Entschädigung fordern, wird am Ende nichts am Betrag ändern, den allofMP3.com im Falle eines Verfahrens mit anschließender Niederlage zahlen könnte. Mit der geforderten Summe schüchtern die Labels nicht ein, sie machen sich allenfalls lächerlich.
| 45 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Omon am 05.01.2007 02:23:59: |
Gardo am 29.01.2007 21:43:33: |
icq.de am 29.01.2007 22:06:04: |