Unmögliche Nachlizenzierung der Filmreihe "Eyes on the Price"
Über BlogTorrent wird inzwischen eine 14teilige Dokumentation über die schwarze Bürgerrechtsbewegung verbreitet. Die Serie wird weder im Fernsehen ausgestrahlt noch existiert eine frei verkäufliche Fassung beispielsweise auf DVD.
Die Produktionsfirma versucht gerade, die Nachlizenzierungskosten zu ermitteln, die für die Filmquellen, Fotografen, Eigentümer der Musikrechte etc. anfallen würden. Während dieses Prozesses wurde nun von einer Gruppe Filesharing-Aktivisten als Akt zivilen Ungehorsams das Gemeinwohl über die Verwertungsinteressen bzw. das immer wilder auswuchernde Lizenzierungsrecht gestellt. Der Prozess der Nachlizenzierung sei in den letzten 20 Jahren immer aufwändiger und teurer geworden und besonders im Bereich von Musik und Filmen von Frustration geprägt.
Gerade im Bereich von Medien, an deren Verfügbarkeit angesichts ihrer historischen und gesellschaftlichen Relevanz großes öffentliches Interesse besteht, sollten hier zügig Lösungen gefunden werden. Vorschläge existieren: der Netzrechtaktivist und Stanford-Professor Lawrence Lessig hatte schon vor einiger Zeit den Copyright-Dollar ins Gespräch gebracht. Bis solche oder ähnliche Lösungen durchgesetzt werden, wird sich das öffentliche Interesse weiter auf am Gemeinwohl orientierte, leider aber weiterhin juristisch zweifelhafte Methoden verlassen müssen.