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09. März 2007
AK Vorratsdatenspeicherung Forderung der Datenschützer nach Aussetzung begrüßtDie Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder forderten heute von der Bundesregierung, die geplante sechsmonatige Vorratsprotokollierung von Telefon, Handy, E-Mail und Internet auszusetzen, bis der Europäische Gerichtshofs über deren Rechtmäßigkeit entschieden hat. Ebenso kritisierten sie die Pläne zum "Bundestrojaner" und die populistischen Forderungen nach einer öffentlichen Datenbank von Sexualstraftätern. Der AK Vorratsdatenspeicherung weist darauf hin, dass bereits im Januar über 30 Datenschutz-, Medien-, Juristen- und Wirtschaftsverbände gegen das Vorhaben ausgesprochen haben. Es sei "inakzeptabel", dass ohne jeden Verdacht einer Straftat sensible Informationen über die sozialen Beziehungen, die Bewegungen und die individuelle Lebenssituation von über 80 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern gesammelt werden sollen, so die Gemeinsame Erklärung der Verbände. "Es ist ein offensichtlich unverhältnismäßiger Eingriff in unsere Grundrechte, das Kommunikations- und Bewegungsverhalten der gesamten Bevölkerung zu protokollieren, um die Aufklärungsquote um mikroskopische 0,006% steigern zu können. Falls die Bundesregierung jetzt nicht reagiert, erwartet sie vor dem Bundesverfassungsgericht das gleiche Waterloo wie beim Europäischen Haftbefehl und beim Luftsicherheitsgesetz." Verwandte News
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