Online-Videos im Flash-Player wird es demnächst möglicherweise mit Digital Rights Management (DRM) geben. Adobe veröffentlichte heute den sogennanten "Media Rights Management Server." Mit diesem Werkzeug sollen Videos unter anderem auch im Internet effektiv auf Rechte hin überprüft werden können. Die Software unterstützt Entwickler mit Werkzeugen, die das Verwalten kopiergeschützter Videos innerhalb verschiedenster Programme ermöglichen - vorausgesetzt man bleibt in der Adobe-Familie. Überwachen kann man mit der Software Inhalte on- und offline. Und da bei weitem die meisten Anbieter von Video im Internet den Flash-Player von Adobe nutzen, könnte hier ein weit verzweigtes DRM-System entstehen.
Das DRM-Spielchen geht in die nächste Runde: mit dem "Digital Rights Management Server" will sich Adobe zwischen alle Stühle setzen. Wenn man bedenkt, dass so gut wie jedes verfügbare Videoportal den Flash-Player von Adobe nutzt, steht einem fröhlichen DRM-Szenario nichts mehr im Wege. So könnten die Verwerter der Rechte durch dieses Werkzeug eine schöne Agrumentationsgrundlage bekommen, dass die Betreiber von Videoplattformen nötigen soll sich nun endlich einer zeitgemäßen DRM-Verwaltung zu bedienen.
Doch was werden die Video-Portal Anbieter hierzu sagen? Wird es Möglichkeiten zur nutzungsabhängigen Abrechnung von digitalen Inhalten geben? Oder aber wird man zukünftig ohne DRM-geschütze Inhalte auf den Portalen auskommen müssen? Vielleicht aber ist auch zu erwarten, dass die großen Videoverwerter DRM-Komplettlösungen anbieten werden.
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) kritisiert Adobe. Sie sollten wissen, dass DRM-Kopierschutzmaßnahmen erfahrungsgemäß nicht sonderlich wirksam sind. Anstelle von Kopierschutz würde sie sich vor allem zu juristischen Handlangern der Industrie machen, da jegliches Umgehen von DRM-Technologien unter Strafe steht.
Für Adobe dagegen könnte dieser Schritt ein cleverer Schachzug sein. Denn sie erweitern ihren Kundenstamm weit hinein in das Lager der DRM-Befürworter. Zusammen mit Adobe AIR beispielsweise ist es möglich, einen Medienplayer zu entwickleln, der Inhalte on- und offline abspielen kann und selbstverständlich nahtlos in den Rights Management Server integriert werden kann. Die alte Frage des DRM-Spielchens aber stellt sich nach wie vor: welcher Kunde will so etwas haben?
( via Pressetext )
Viele Freunde wird sich Adobe bei den Endanwender nicht machen. Cu Verbogener
Haben die alle nix gelernt? DRM ist scheiße und verhindert gar nichts, außer dass sich normale CD's nicht mehr auf allen normalen CD Playern abspielen lassen. Damit gibt es Umsatzeinbußen, weil die Leute dann den Mist zurückbringen. Und nun auch bei den Qualitativ "hochwertigen" *hust* Videos auf youtube?