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05. September 2007
Achtung Das Internet macht schüchternSo zumindest das Fazit einer Studie an der Harvard Business School. Email, Messenger und iPods (!) würden eine weltweite "Epidemie der Schüchternheit" hervorrufen. Technologie erlaube verstärkt das Vermeiden von schwierigen Situationen und führe zur Vereinzelung der Menschen, so die Psychologin Robin Abrahams. Gekauft und geredet werde vermehrt im Netz, Menschen hören eher via iPod anstatt über Radio Musik. Gleichzeitig werde die Gesellschaft zunehmend komplexer und fordere höhere Orientierungskompetenzen. 40% der US-Bürger Schwierigkeiten in sozialen Situationen, heute sei es über die Hälfte. Zunehmend werde das Problem auch als Krankheitsbild betrachtet und medikamentös behandelt, was jedoch ein Irrweg sei: nur durch Praxis sei soziales Verhalten erlernbar.
"Kommunikation und Übung" sei der Schlüssel, so die Psychologin. Ein durchaus sinnvolles Fazit nach einer unmotivierten und kaum nachvollziehbaren Technikverteufelung. Denn die Verschiedenheit der Menschen wird auch und gerade im Netz abgebildet, wo sich Menschen begegnen, die sich im Reallife nie getroffen hätten, wo international und über Altersgruppen hinweg kommuniziert und natürlich auch Sozialverhalten erlernt wird. Und man nebenbei manchem Zeitgenossen ein wenig mehr Schüchternheit durchaus wünschen kann. Warum ein iPod weniger zum Sozialverhalten beiträgt als ein Radio, bleibt ebenfalls im Dunkeln. Und sicher wäre es spannend zu erfahren, warum das so sei: die Erklärung indessen bleibt der Bericht schuldig. Trackbacks
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