AACS und der 09 f9-Hack: Der Anfang vom Ende

gullinews am Freitag, 04.05.2007 11:20 Uhr

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Die AACS LA versucht weiter, den tausendfach verbreiteten Key ihres Kopierschutzes aus dem Netz zu tilgen, die Netzcommunity verbreitet die sechzehn Ziffern auf vielfältigste Art und Weise, und währenddessen wird auf doom9 diskutiert, wie das komplette AACS-System dauerhaft geknackt werden kann. Zu erwartendes Fazit: der Schutz ist tot, bevor er sich überhaupt etablieren konnte.

Denn die AACS LA hatte sich Großes von ihrem Verfahren erhofft. Devicekeys, die im Fall des Bekanntwerdens zurückgezogen werden, neue DVD-Releases, die nicht mehr auf Playern laufen, deren alte Keys geknackt wurden - aber der "Processing Key", der nun in der Öffentlichkeit kursiert, hebelt bereits einige der vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen aus.

Schlimmer noch: auf doom9 wird eine Methode diskutiert, die das komplette System von AACS aushebeln könnte: eine Knackroutine, die nicht mehr per Key-Revoke gesperrt werden kann. Bisherige Methoden litten unter dem Problem, dass kompromittierte Keys zurückgezogen werden konnten - DVD-Neuerscheinungen wären noch geschützt, auch wenn ältere Releases geknackt wurden.

Mittels speziell gepatchter XBox 360-Laufwerken wird der komplette Authentifizierungsvorgang von AACS umgangen. Der Hack ist noch nicht massentauglich, was aber als eine reine Frage der Zeit betrachtet wird.

In der Zwischenzeit versucht die AACS LA seltsamerweise immer noch, den geleakten Key aus dem Netz zu drängen - entsprechende Takedown-Notes gingen erneut bei Google ein. Wobei anzunehmen ist, dass die AACS LA in der Zwischenzeit andere Sorgen haben sollte.

Der Key jedenfalls ist im Netz - die spannendste Frage wird sein, ob es tatsächlich eine juristische Handhabe gegen seine Veröffentlichung gibt. Die AACS LA beruft sich auf den DMCA, der das Umgehen von Kopierschutztechniken unter Strafe stellt. Ob eine Hex-Ziffer mit sechzehn Stellen dadurch geschützt werden kann? Ed Felten bezweifelt dies und merkt an, dass es Unmengen von Device- und Volumekeys gibt, die bei AACS zur Anwendung kommen.

Es sei schwer nachvollziehbar, dass sich eine Organisation eine Reihe von Ziffern aussucht, diese in einem Kopierschutzverfahren einsetzt und anschließend behauptet, die Ziffern zu besitzen. Da die Codes naturgemäß geheim sind, kann natürlich auch niemand wissen, welche sechzehnstellige Hex-Zahl möglicherweise die Rechte der AACS LA berührt.

Auf der anderen Seite ist es natürlich hochspannend, wie die AACS LA gegen einen tätowierten Processing Key oder die eine oder andere Domain vorgehen will.

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7 Reaktionen aus dem gulli:Board

Verbogener am 06.05.2007 23:51:43:
nochmal für alle, die sonst keine links aus den beiträgen verfolgen, sondern nur hier lesen - der hier lohnt sich wirklich: http://www.09-f9-11-02-9d-74-e3-5b-d8-41-56-c5-63-56-88-c0.de Einfach nur Oberlol :T :T :T :T :T :T :T Das erinnert mich ans Rumpelstilzche...

Cosmo Connor am 08.05.2007 12:32:24:
Hi, sicher ist mir bewusst, dass leider sehr oft von Leuten eine Entscheidung getroffen wird, die eigentlich gar keine Ahnung von der Materie haben. Dieser Fall überrascht mich trotzdem wieder, weil er einfach so unglaublich ist! Einziger Lichtblick: Dummheit verliert letztendlich....

Verbogener am 08.05.2007 13:44:04:
Der Verein ist ja dümmer als die Polizei erlaubt. Das von ihnen veröffentliche Schreiben an Google worin die Webseiten angeführt sind wo man die Keys findet :D Sender Information: Advanced Access Content System Licensing Administrator, LLC (AACS LA) Sent by: [Priv...

 

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