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Reportagen

Vorwürfe gegen Julian Assange

Julian Assange, der Sprecher der Whistleblowing-Website WikiLeaks, wurde in Schweden mehrerer Sexualdelikte beschuldigt. Schweden erließ schließlich einen internationalen Haftbefehl gegen Assange, weswegen er schließlich in London festgenommen wurde. Assange selbst erklärte stets, die Vorwürfe beruhten auf einem Missverständnis und würden zudem von der schwedischen Regierung aus politischen Gründen ausgenutzt.

Facebook – „The Social Network“

Facebook ist mit über 500 Millionen aktiven Nutzern das derzeit größte soziale Netzwerk dieser Erde. Gegründet im Jahr 2004 verbraucht Facebook mittlerweile mehr Traffic als der Suchmaschinengigant Google. Spätestens seit der Premiere des Kinofilms „The Social Network“ werden die Schattenseiten dieses gewaltigen Machtinstruments und Datenstaubsaugers auf breiter Basis diskutiert.

Rapidshare: Filehoster der Massen

Kein Filehoster konnte es lange Zeit mit dem Platzhirschen Rapidshare aufnehmen. Dieser war die beliebteste Anlaufstelle für Filesharer, die einen zuverlässigen One-Click-Hoster suchen. Infolge dessen geriet jedoch auch der Hoster in den Fokus. Gerichtliche Auseinandersetzungen folgten. Was die Zukunft bringt, ist ungewiss:

Der Fall Bradley Manning

Der US-Army-Analyst Bradley Manning wird verdächtigt, zahlreiche Geheimdokumente der USA - darunter "Collateral Murder", "Iraq War Logs" und "Cablegate" - kopiert und an die Whistleblowing-Website WikiLeaks weitergegeben zu haben. Rund um den Fall werden zahlreiche kontroverse Diskussionen geführt. Diese betreffen beispielsweise das Gesetz "Espionage Act", die Umstände von Mannings Entdeckung, eine mögliche und von der US-Regierung behauptete enge Kooperation mit WikiLeaks-Sprecher Julian Assange und die Manning zugemuteten Haftbedingungen.

Wikipedia

Das Anliegen von Wikipedia ist es, Wissen flächendeckend zu verbreiten. Wissen ist Macht. Die Macher dieses Portals möchten so vielen Unwissenden wie möglich, ihre verlorene Macht zurückgeben. Leider ist auch bekannt, dass es auch Schatten gibt, wo Licht fällt. Diese vielen Informationen anzubieten und zu vermitteln, hat die WikiFanten, wie sie scherzhaft genannt werden, in eine machtvolle Position versetzt. So sinnvoll das Projekt als solches ist. Den hier Aktiven wird nachgesagt, sie seien zu sehr mit der allgegenwärtigen Relevanzdebatte (Löschwut) beschäftigt. Der Organisation mangele es auch an Transparenz und einer demokratischen Struktur.

Die Icelandic Modern Media Initiative (IMMI)

Island verabschiedete in diesem Jahr ein einzigartiges Gesetzespaket,das die Pressefreiheit massiv stärken soll. Aus den für diePressefreiheit besten Gesetzen anderer Länder und einigen neuen Ideenbastelte man die "Icelandic Modern Media Initiative", die Blogger undJournalisten, deren Quellen, Informanten und Whistleblower sowieMenschenrechtsaktivisten und alle anderen Menschen mit brisantenInformationen schützen soll.

CeBIT 2012

Die weltweit größte IT-Messe CeBIT, jedes Jahr in Hannover Anlaufpunkt für mehrere hunderttausend Besucher, wurde im Jahr 2012 unter dem Motto "Managing Trust" mit einem Schwerpunkt auf Datenschutz, Datensicherheit und Cloud Computing abgehalten. Partnerland war Brasilien. Gulli:News war auf der Messe unterwegs und sammelte Eindrücke und Informationen

Occupy Wall Street

Unter dem Motto "Occupy Wall Street" rief das Hacktivisten-Kollektiv Anonymous eine Protestbewegung gegen Korruption, Lobbyismus und die aktuelle Handhabung der Finanzkrise ins Leben. Die Proteste begannen in New York und breiteten sich später immer weiter durch die USA und bis nach Europa aus.

Stuxnet - der Beginn des Cyber-Krieges?

Stuxnet ist ein Computerschädling, der auf die Steuerungs-Systeme von Siemens-Industrieanlagen spezialisiert ist. Zahlreiche Firmen wurden seit Anfang 2009 infiziert. Nach Analyse des äußerst effektiven und hochkomplexen Schädling begannen die Spekulationen, dass Stuxnet womöglich von einem Nationalstaat als "Cyber-Waffe" programmiert wurde. Urheber, Ziel und die möglichen Folgen dieses Schrittes wurden daraufhin Gegenstand endloser Vermutungen ebenso wie detaillierter Analysen.

Staatstrojaner-Leak

Eine Analyse des Chaos Computer Club sorgte für Aufsehen: die Hackervereinigung analysierte einen ihr zugespielten "Staatstrojaner" und stellte dabei verfassungswidrige Features sowie schwere Sicherheitsmängel fest. Dies sorgte für massive Diskussionen in der deutschen Politik.

GVU - die selbst ernannten Piratenjäger

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) fahndet seit dem Jahr 1984 im Auftrag von Unternehmen aus der Film- und Gamesbranche nach Personen, die in Deutschland das Urheberrecht verletzen. Einerseits arbeitet man intensiv mit Zoll, Polizei und Staatsanwaltschaften zusammen und unterhält Mitarbeiter, die auf eigene Faust ermitteln. Andererseits versucht man durch Lobbyarbeit Druck auf die Politik auszuüben, weswegen die GVU auch ihren Standort nach Berlin verlegte. Doch den Fahndungserfolgen sind Grenzen gesetzt: nach den Hintermännern von Kino.to & Co. fahndet man seit Jahren erfolglos.

Das "Collateral Murder"-Video

Die Whistleblowing-Website "WikiLeaks" veröffentlichte ein Aufsehen erregendes Video, das einen Helikopterangriff auf Zivilisten - darunter zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters - durch US-Streitkräfte im Irak zeigt. In der Folge wird ein Armee-Analyst, der angibt, für den Leak verantwortlich zu sein, den US-Behörden gemeldet und daraufhin inhaftiert und angeklagt.

Berichte über die GEZ

Die Gebühreneinzugszentrale hat bei den Lesern von gulli schon häufiger für Aufregung gesorgt. Egal ob diese abhängig von den empfangsbereiten Geräten oder pro Haushalt abgerechnet wird, so bildet sich in der Bevölkerung immer mehr Widerstand gegen diese Medienabgabe.

Openleaks - ein neuer Ansatz beim Whistleblowing

Ende 2010 begannen einige WikiLeaks-Aussteiger rund um den Deutschen Daniel Domscheit-Berg mit der Planung für das Whistleblowing-Projekt Openleaks. Dieses soll einige bei WikiLeaks gemachte Fehler vermeiden und einen alternativen Ansatz verfolgen. Openleaks sieht sich als Bereitsteller einer sicheren Infrastruktur; die Analyse und Publikation der geleakten Dokumente wird den Partnern - Medien und NGOs - überlassen.

Cablegate

Am 28. November 2010 begann die Whistleblowing-Website WikiLeaks mit der Veröffentlichung zahlreicher geheimer Nachrichten der US-Diplomaten, die interessante Einblicke in die US-Außenpolitik zulassen. In der Folge kam es zu äußerst kontroversen Diskussionen über den Leak. Zudem wurden der Website zahlreiche Ressourcen, beispielsweise das DNS-Hosting ihrer Haupt-Domain sowie die Dienste zahlreicher Finanzdienstleister, entzogen. Daneben erlebte WikiLeaks aber auch eine große Welle der Solidarität von Befürwortern des Leaks.

Die Guantanamo-Akten

Im April 2011 veröffentlichten WikiLeaks und andere Publikationen nach langer Vorankündigung den ersten Teil von gut 700 Dokumenten über das US-Gefangenenlager Guantanamo Bay. Die Dokumente stammen aus den Jahren 2002 und 2009. Es befinden sich zahlreiche Gefangenen-Akten, aber auch andere Dokumente darunter. Nach Ansicht vieler Experten und Journalisten zeigen die Dokumente massive Versäumnisse und Fehleinschätzungen der US-Regierung bei der Beurteilung des terroristischen Gefahrenpotentials der Gefangenen.

Operation Payback

Die Gruppe Anonymous, ein loser Zusammenschluss von Internetnutzern, wandte sich mit der "Operation Payback" verstärkt gegen die Unterhaltungsindustrie und die staatlichen Schützer des Urheberrechts. Zahlreiche entsprechende Websites wurden daraufhin zum Ziel umfassender DDoS-Angriffe und blieben teilweise tagelang offline. Dies rief nach einer Weile sogar die US-Bundespolizei FBI auf den Plan, die mit Ermittlungen gegen die Angreifer begann.

DeepSec 2010

Die in Wien stattfindende DeepSec ist eine IT-Sicherheitskonferenz, die nach eigenen Angaben führende Experten aus der akademischen Welt, Regierungen, der Industrie und der Hacker-Community zusammenbringen will. Im Jahr 2010 fand die DeepSec vom 23. bis zum 26. November statt und hatte den Schwerpunkt auf der Sicherheit mobiler Geräte, insbesondere Smartphones. gulli:News berichtete vorab über die DeepSec 2010 und war während der Konferenz live vor Ort.

Die "Killerspiel"-Debatte

Die angebliche Schädlichkeit bestimmter, insbesondere gewaltbetonter, Computerspiele wird schon seit langem immer wieder heiß und äußerst kontrovers diskutiert. Wer Shooter nicht mag, tituliert sie schon einmal abwertend als "Killerspiele" oder sogar "Tötungstraingssoftware". Spielegegner fodern Verbote oder strenge Einstufungen, Spielefans sehen das als Eingriff in Kultur und Freizeitgestaltung. Die Akteure wechseln, die Debatte als solches bleibt stets aktuell.

Indect - das EU-weite Überwachungsprojekt

Die EU plant mit INDECT (Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment) ein Überwachungsprojekt, das die verschiedensten Überwachungstechnologien miteinander vernetzen soll. Während Befürworter Indect als einen wichtigen Beitrag zur inneren Sicherheit sehen, fürchten Gegner massive Eingriffe in die Privatsphäre der EU-Bürger.

Urheberrecht 1.3 oder 3.0? Zur Novelle des deutschen Urheberrechts

Seit 2009 laufen die Vorbereitungen für eine neue Änderung des Urheberrechtsgesetzes mit dem so genannten "3. Korb". Der "2. Korb" 2008 hatte viele Wünsche und Forderungen unerfüllt gelassen und so wird nun das UrhG mit einem weiteren "Korb" ergänzt und - hoffentlich - nachhaltig verbessert.

Cause DigiProtect

In Deutschland wie auch in Übersee ist die Digiprotect Gesellschaft zum Schutze digitaler Medien mbH bekannt. In Kooperation mit zahlreichen Kanzleien mahnt man Filesharer ab, die urheberrechtlich geschützte Werke verbreiten. Dabei geschehen durchaus Dinge, die genauer beleuchtet werden müssen. Eine Zusammenstellung:

News [Topnews]

Bundesregierung gibt Auskunft zur E-Mail-Überwachung

Annika Kremer am 24.05.2012, 18:17 Uhr

Interessante Erkenntnisse zur E-Mail-Überwachung durch deutsche Geheimdienste erlaubt die nun veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage einiger Linken-Abgeordneter, darunter Andrej Hunko, Jan Korte und Jan van Aken. So legt das Dokument nahe, die Behörden könnten unter Umständen auch PGP-verschlüsselte E-Mails lesen. Allerdings bleiben gleichzeitig viele Fragen offen.

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News [Kurioses]

Apple filterte den Begriff "Jailbreak" im iTunes Store

Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr

befreit: ipad 3 & iphone 4s

Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.

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News [Glossen]

Wochenrückblick – Die Gulli-Glosse (19/2012)

Lars Sobiraj am 20.05.2012, 12:15 Uhr

keine Glosse diesmal!

Trotz der vielen Verrücktheiten der letzten 7 Tage wird es heute bei gulli.com leider keine Glosse geben. Vielleicht müssen wir uns noch -ähnlich wie der FC Bayern- aus der Schockstarre erholen, bevor wieder zu einem ironischen Wochenrückblick ausholen können. Gelegenheiten für Eigentore gab es nicht nur auf dem Rasen jede Menge.

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