
Mindestens 15 Sammelklagen gegen Sony konnten mit einem Vergleich geschlichtet werden, der Konzern zeigte sich zu weitgehenden Zugeständnissen bereit, welche teilweise bereits in die Tat umgesetzt sind. Sony war wegen der XCP- und MediaMax-Kopierschutztechnik in Verruf geraten, die Sicherheitslücken auf dem Rechner aufreißen, Rootkit-Technik und Phonehome-Funktionen beinhalten und sich auch gegen den Willen des Users auf dem Rechner installieren.
Sony erklärte sich im Vergleich unter anderem dazu bereit, keine CDs mit den beiden Kopierschutzlösungen mehr auszuliefern, die XCP-CDs zurückzurufen, Uninstaller bereitzustellen sowie die Lizenzbestimmungen der Alben zu ändern, Darüber hinaus soll die ungewünschte Datensammlung über das Hörverhalten der User beendet werden.
Betroffene User sollen mit "sauberen" Datenträgern entschädigt werden. Die EFF schätzt die Kosten der Maßnahmen auf über 50 Millionen Dollar.
Sonys Probleme sind dadurch nch lange nicht zu Ende: die Staatsanwaltschaft Texas ermittelt gegen das Label wegen der Verbreitung von Spyware und Kundentäuschung. Die Strategie, erst dann zu handeln, wenn es unvermeidlich wird, wird offenbar fortgesetzt: bezeichnenderweise ruft Sony die MediaMax-CDs nicht zurück, obgleich Texas inzwischen auch wegen dieser Malware ermittelt. MediaMax ist ungleich verbreiteter als XCP, welches auf schätzungsweise 2 Millionen CDs ausgeliefert wurde.
So warnt auch der Copyright-Experte Michael Geist in Kanada: man solle sich ncht zu früh über die jetzige Schlichtung freuen, denn diese betrifft nur US-Bürger. Seitens Sony Kanada seien hingegen keinerlei Maßnahmen ergriffen worden. In Kanada wurden über 100.000 verseuchte CDs verkauft. In anderen Ländern sieht es ähnlich aus: doch nach wie vor sitzt Sony das Problem aus.
News Redaktion am Montag, 02.01.2006 11:28 Uhr
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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