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Facebook: Privatsphäre kann eingestellt werden

Das Soziale Netzwerk Facebook plant eine wichtige Überarbeitung. Jeder Anwender kann künftig leichter seine individuellen Einstellungen vornehmen können, die Einführung soll aber stufenweise mit Übergangstools geschehen.

Der Leiter der Abteilung für Privatsphäre, Chris Kelly, machte dabei die Einstellung seines Unternehmens schnell klar: "Die Kraft zu Teilen ist das Fundament von Facebook", So drückte er sich auf dem Blog seines Arbeitgebers aus. Geteilt werden sollen dabei natürlich die Daten der Facebook-User.

Künftig soll man aber genauestens angeben können, welche Informationen öffentlich sind, und welche nicht.

Sowohl die Hauptseite des Profils als auch jedes einzelne Posting kann bald mit gleich aussehenden Buttons dahingehend eingestellt werden, wer was sehen darf. Verdienen wird das Unternehmen natürlich nur dann, wenn möglichst viele Personen möglichst viele Informationen miteinander teilen. Und selbstverständlich gibt es mehr als genügend Interessenten, wenn es um private Vorlieben, bevorzugte Marken und Produkte oder andere Details der Nutzer geht.

Wegen der Privatsphäre gab es in der Vergangenheit schon häufiger Probleme zwischen Facebook und seinen Anwendern. Vor zwei Jahren sollten beim Beacon-Werbetool umfangreiche Nutzerdaten mit rund 40 Anbietern wie Fandango, eBay oder Sony ausgetauscht werden, bis sich die Anwender organisierten und auf die Barrikaden gingen. Im Moment vollzieht das Unternehmen diesbezüglich eine Kehrtwende. Böse Zungen behaupten, die Vereinfachung der Einstellungen soll lediglich dem Zweck dienen, dass die Facebookler der Öffentlichkeit mehr von ihren Informationen preisgeben.

Sehr aufschlussreich ist es sich mal die andere Seite der Medaille anzuschauen. Bei einem kürzlich durchgeführten Interview mit dem Wochenmagazin "Die Zeit" erwies sich Firmengründer Mark Zuckerberg selbst weniger offenherzig. Auf eine Frage bezüglich seiner aktuellen Beziehung grätschte einer seiner Berater sofort ins Gespräch. Der Inhalt des Interviews wurde unmittelbar auf ein anderes Thema gelenkt, anderenfalls hätte der anwesende PR-Berater das Gespräch augenblicklich abgebrochen. Auf die Frage, wie er seine Privatsphäre schützt, antworten seine Berater stellvertretend für ihn: "Indem wir sie privat halten. Nächste Frage bitte."

Danke, jetzt wissen wir Bescheid. Geben und nehmen ist offenbar immer vom jeweiligen Standpunkt abhängig. (Ghandy)

(via itnews.com.au, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 02.07.2009 13:02 Uhr

tagsTags: facebook mark zuckerberg

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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • eliveo am 03.07.2009 13:07:20

    Während ich in Facebook war, habe ich meine Privatsphäre definiert. Ich finde, das ging ganz einfach. Gut, zwar nicht allzu intim. Aber ich meine, mehr als 10 Freunde brauche ich die ganze Zeit gar nicht. Denn bei über 10 sind mindestens 1 oder 2 "falsche" Freunde dabei. ...

  • napfel am 03.07.2009 01:44:04

    Wir werden in kürze landen bitte stellen sie die Privatsphäre ein und bringen sie die Sitze in eine aufrechte Position. Vielen Dank. ...

  • c64er am 02.07.2009 19:51:02

    Wisst Ihr was die beste Privatsphäre ist? Sich nicht bei Facebook und Konsorten anzumelden. Basta ! :p ...

  • jesusthewalking am 02.07.2009 16:21:09

    denke ich auch. Und genauso kann jeder entscheiden, was er für Informationen preis gibt. Desweiteren ist diese Funktion des Ausblendens von verschiedenen Informationen nicht neu, sondern zirka schon 4 Monate alt!:p ;) ...

  • Marv89 am 02.07.2009 13:48:30

    Es ist ja niemand verpflichtet sich da anzumelden... ...

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