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Apple beklagt staatliche Piraterie-Förderung

iTunes soll DRM-verseucht bleiben

Als "staatlich geförderte Piraterie" bezeichnete Apple das in Frankreich vom Parlament verabschiedete Gesetz, welches kopiergeschützte Medien zu mehr Kompatibilität verpflichtet. Auch DRM-geschützte Dateien sollen in Zukunft auf beliebigen Playern abspielbar sein, Apple konnte bislang die Offenlegung des FairPlay-DRM für iTunes und iPods verhindern. In Frankreich muss sich das nun ändern.

Das Gesetz ordnet die Herausgabe von Informationen über das eingesetzte DRM an, damit die geschützten Files auf anderen Plattformen abgespielt werden können. "Wenn dies geschehe, werden die legalen Musikverkäufe zusammenbrechen, gerade nachdem die legalen Alternativen gegenüber der Piraterie beim Kunden an Boden gewinnen", so eine Stellungnahme Apples. Zwar könne das Gesetz einen Verkaufszuwachs bei der Hardware - den iPods - bedeuten, dieser sei jedoch hart erkauft.

Die iPod-Verkaufszahlen werden wahrscheinlich steigen, wenn User ihre Player mit "interoperabler" Musik laden, die nicht angemessen geschützt werden kann, und auch frei verbreitbare Filme sieht man bei Apple schon in einer Zukunft, die sich zu einer "staatlich gesponsorten Pirateriekultur" entwickle.

Heuchelei, wenn man sich die Verkaufszahlen der Player und der DRM-Tracks bei Apple betrachtet: denn der kleinste Teil der Tracks auf dem durchschnittlichen iPod ist DRM-geschützt. 2004 verkaufte Apple 21 Songs pro verkauftem iPod, Mitte 2005 hatte sich die Zahl auf immerhin 31 Songs pro Player erhöht. Ob tatsächlich iPod-User existieren, die Tracks im zweistelligen Bereich auf ihren Playern gespeichert haben, kann getrost bezweifelt werden.

Fazit: dass die iPods mit "interoperabler" Musik geladen werden, ist seit Einführung des iPods der Fall - und wurde auch gerne in Kauf genomen, denn wie hätte sich ein Player verkauft, auf dem man nur Musik abspielen kann, die man bei Apple nochmals bezahlen müßte - ungeachtet dessen, dass man sie bereits im CD-Regal stehen hat? Dass man ausgerechnet jetzt mit diesem Argument kommt, deutet darauf hin, dass im Hause Apple die Argumente Pro DRM offenbar langsam ausgehen.

News Redaktion am Donnerstag, 23.03.2006 14:00 Uhr

tagsTags: frankreich drm ipod itunes apple fairplay

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3 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • am 24.03.2006 19:39:16

    Hui guck dir den an mit dem stylishen apple i pod... hach wie geil, so weiß das teil, und hat noch nichma störende displays weil kundenfreundlich ohne ende. Bei jedem Mp3 Player für 40 Euro bekommt man genauso, wenn nicht sogar mehr als bei diesem kommerzialisiertem shit. bevor Apple den Ipod rau ...

  • am 23.03.2006 15:35:04

    Ab einer gewissen Grösse werden Firmen zur Bedrohung der Rechte der Bevölkerung! Das hat Frankreich wohl gemerkt. Ich finde es nur gut wenn sich der Staat nicht von Grosskonzernen diktieren läßt. Nicht so wie in Deutschland. Wo Demonstanten gedulted und ignoriert werden. Falls es dann Ausschreit ...

  • wolle707 am 23.03.2006 14:43:20

    ich weis net was die noch alles wollen? Das kann ich nicht nachvollziehen so langsam nervt das nur noch ...

  • gullinews am 23.03.2006 13:59:20

    iTunes soll DRM-verseucht bleiben Als "staatlich geförderte Piraterie" bezeichnete Apple das in Frankreich vom Parlament verabschiedete Gesetz, welches kopiergeschützte Medien zu mehr Kompatibilität verpflichtet. Auch DRM-geschützte Dateien sollen in Zukunft auf beliebigen Playern abspie ...

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