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UP: Filmdownload plus DVD für 30 Euro

Fair-Use-Abschaffung als Revolution verkauft

Eine "komplette Revolution" der Art, wie Filme genutzt werden können, kündigt Universal Pictures an - und belegt einmal mehr, wie weit von der Wirklichkeit sich die Contentindustrie mittlerweile entfernt hat. Für knapp 20 Pfund soll man in Kürze nicht nur eine (in der Regel kopiergeschützte) DVD erstehen können, sondern erhalte über Partner AOL zwei digitale Kopien zum "permanenten Download" - der Käufer darf die Kopien sogar für einen unbegrenzten Zeitraum behalten und nutzen.

Die DRM-geschützten Windows Media-Dateien laufen nur auf Win-Plattformen und können nicht gebrannt werden - jeder DVD-Ripper ist nützlicher als das UP-Angebot, welches nach Ansicht der Anbieter endlich den Wünschen der Kunden entspräche. "Download to own" sei eine der "spannendsten Entwicklungen im Bereich Moviedownload für den PC", so Beobachter der Industrie.

Digitales Kopieren der DVD auf den Rechner, Konvertierung ins passende Format für die jeweiligen Mobilgeräte - was an sich einmal völlig normale Nutzung eines gekauften Films war, ist inzwischen weitgehend verboten. Die Downloadmöglichkeit einer kastrierten Kopie, die der Kunde gar für unbegrenzte Zeit behalten darf, wird als Innovation in Sachen Kundenfreundlichkeit verkauft. Der UK-Vorstand von UP Eddie Cunningham hält das Angebot für "...eine Revolution bei den Möglichkeiten digitaler Distribution, und ich denke, man wird in den nächsten Monaten viele neue Meldungen dieser Art lesen".

In der jetzigen Zeit liest man hingegen vor allem Meldungen über die faktische Abschaffung der Privatkopie, die von der Industrie forciert wurde. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass man die Rechte der Kunden massiv beschneidet, um anschließend eine kastrierte Version von Privatkopien als "Revolution" zu preisen. Vor dem Verbot des Umgehens von Kopierschutztechnik war das Konvertieren der gekauften Medien in abspielfähige Formate für verschiedene Plattformen eine Selbstverständlichkeit. Was sich die Medienindustrie unter Kundenfreundlichkeit vorstellt, wird am UP-Beispiel einmal mehr zur Kenntlichkeit entstellt: das Bereitstellen von DRM-geschützten Files, die weder unter Linux, auf dem iPod, dem Mac oder gar einer PSP laufen.

Man kann nur hoffen, dass sich trotzdem Käufer für das Angebot finden. Sonst waren wieder die bösen Raubkopierer schuld.

News Redaktion am Freitag, 24.03.2006 13:18 Uhr

tagsTags: drm download dvd privatkopie universal pictures aol

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19 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • BBsan am 26.03.2006 21:24:43

    was soll denn der Schwachsinn: Kundenfreundliches Management - Verstehe. Hat irgendwann auch mal eine Firma gesagt, dessen damaliger Vorsitzende den Vornamen einer Kondomfirma besitzt. Kommerz is alles was die wollen : Und wenn man den Film dann tatsächlich für 30 (!!!!!!!!!!!!) € kauft hat man ...

  • crystecion am 26.03.2006 13:35:03

    Auch wenns im ersten Moment viel Geld ist finde ich 30 Euro aber ok... Eine neue DVD kostet heute auch 20 Euro im laden... und wenn ich ins Kino gehe kostet mich das auch 9 euro! Naja so zahl ich einen euro mehr hab aber das hin und her gefahre nicht und das Popcorn ist auch billiger... Ausserdem ...

  • last gentleman am 25.03.2006 22:48:20

    Wie kommen die auf einen Preis von 30 Euro? Vertriebskosten + Materialkosten + Lagerung + Transport + Papierkram mit Geschäften entfällt. Wie groß werden die Filme sein? 4,7 GB ? eh nicht. selbst wenn würde man mit wenigen dieser DVD downloads schon ein vielfaches der serverkosten decken. Und ...

  • nachalenok am 25.03.2006 16:32:26

    Nur in die nähe..? Frecheit... Paulie, die feds schlaffen nicht. :) die sechste staffel läuft drüben übrigens schon. :) ...

  • am 24.03.2006 19:58:17

    Warum können die nicht einfach ca. 5 Euro für einen Film verlangen. Ich stell mir das so vor:..... . Glaub mir, würden die Firmen alle nur sagen wir, 7 € für einen Film auf DVD und 5 € beim Download verlangen, würden auch wieder mehr leute Filme kaufen und der v ...

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