
Einige User von YouTube seien angeschrieben worden: Videos, auf denen sie zu copyrightgeschützter Musik tanzen, müssen aus dem Netz entfernt werden. Während Musikvideos in der Regel als kostenloses Werbematerial verstanden wurden, rückt man nun von dieser Sichweise der Dinge ab - böse Zungen behaupten, die veränderte Vorgehensweise habe damit zu tun, dass seit einiger Zeit über Apple Musikvideos für knappe zwei Euro verkauft werden.
Dass sich die Industrie vor Präzedenzfällen für Fair Use fürchtet, passt ins Bild. Dennoch zeigt der Vorfall einmal mehr, wie weit sich Konsumenten und Industrie voneinander entfernt haben. Und so kommentiert auch John Batelle: "Wacht auf. So verwenden wir Musik in der echten Welt. Kommt damit klar".
Nur: so richtig klar ist noch nicht, was nun genau passiert. Auf Nachfrage wollte man von den Takedown-Notices bei der RIAA nichts wissen und drückt sich seitdem um eine Stellungnahme. Ob die Anschreiben tatsächlich von der RIAA seien, wurde ebenso offengelassasen wie die Frage, ob es überhaupt eine Vorgehensweise im Fall von nichtkommerziellen Fan-Videos gäbe. Was wiederum die Frage aufwirft, ob die RIAA etwas gegen Trittbrettfahrer zu tun gedenkt, die in ihrem Namen Fans mit Löschaufforderungen traktiert.
Seit Freitag wartet jedenfalls Boingboing auf eine Antwort der RIAA-Sprecherin Jenni Engebretsen.
News Redaktion am Montag, 19.06.2006 11:32 Uhr
hmmm ich dachte das währe schon "immer" so gewesen, naja also überraschen kann mich nix mehr :D ...
Anfangs habe ich gedacht, dass das ein schlechter Scherz sein soll. Aber langsam beginne ich zu begreifen (!) :p , was das für ein Armutszeugnis ist. Wenn bald keine 180° Drehung von der Industrie kommt, werden es hoffentlich auch die naivsten Käufer kapieren, was für eine Schweinerei das eigen ...
Mal wieder ein weiterer Beweis, dass die Industrie sich mehr und mehr von den Kunden entfernt und sich mehr und mehr in ihre auf Geld ausgerichtete Scheinwelt zurückzieht. Wirklich ein Armutszeugnis der Menschheit. :( ...
mannomann... ehrlich gesagt fällt mir da gar nix mehr zu ein. diese copyright entwicklung nimmt immer bizarrere züge an und manchmal komm ich mir glatt vor wie in ner satire oder nem beschissenen traum. ich will endlich aufwachen, denn das wird ja immer unerträglicher... ...
So richtig weiss es niemand: verschickt die RIAA momentan Takedown-Forderungen an Youtube? Angekommen sind die Schreiben, nur, wer sie abgeschickt hat, ist momentan unklar. Dass Fans zu Musik tanzen und sich dabei filmen, ist indessen eine dieser Sachen, die man mit Musik eben macht. "Willkommen ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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