
Die Aktion, die von Tiscali entsprechend als "Medienwirbel" betrachtet wird, entwickelt sich damit einmal mehr zu einer Bauchlandung der selbsternannten Strafverfolger. Aus dem Rückschreiben Tiscalis:
"Sie schickten uns eine Liste von 17 IP-Adressen, von denen Sie annehmen, dass sie Tiscali-Kunden gehörten, von denen sie wiederum annehmen, dass diese Urheberrechte von Mitgliedern Ihrer Organisation verletzt hätten, zusammen mit Zeitangaben und Informationen, mit welchen Musikdateien dies geschehen ist. Sie haben uns ebenso Auszüge eines Screenshots geschickt, der den Download-Ordner eines dieser Kunden zeigt. Sie behaupten, diese "Beweise" seien "überwältigend". Jedoch haben sie keinerlei Beweismaterial für die anderen 16 Accounts geliefert. Weiter haben sie nicht bewiesen, dass ein Download stattgefunden hat oder dass der Shared Folder zu der genannten IP gehört."
Tiscali weist weiter darauf hin, dass solche Beweise von Gerichten in der Regel verlangt werden, möchte man ein Verfahren einleiten. Kundendaten werde man darüberhinaus ohne gerichtliche Anordnung nicht herausgeben.
Die ganze Aktion diene nach Ansicht Tiscalis nur dazu, Aufmerksamkeit in den Medien zu generieren. Die BPI habe Informationen über die Maßnahme zuerst an die Presse geschickt. Die enthaltenen Angaben seien nicht korrekt, aber zu dem Zeitpunkt, als Tiscali das Anschreiben erhielt, sei die Berichterstattung bereits im Gang gewesen.
News Redaktion am Mittwoch, 12.07.2006 11:24 Uhr
"...Weiter haben sie nicht bewiesen, dass ein Download stattgefunden hat oder dass der Shared Folder zu der genannten IP gehört." Bezogen auf die als Beweismittel deklarierten gesammelten (unvollständigen) Informationen, die Veröffentlichung dieser und die damit verbundenen Forderungen ge ...
Na geht doch, gestern hab ich noch geschrieben viele Provider würden sich nicht human gegenüber ihren Kunden verhalten, heute kommt diese News rein. :T Gleich mal eine Mail an Tiscali senden. ...
Gestern kündigte die britische Phonoindustrie vollmundig eine neue Strategie gegen Filesharing an - Provider sollten die Anschlüsse entlarvter User sperren. Tiscali gibt sich ungerührt: die von der BPI als "überwältigend" bezeichneten Beweise seien in 16 von 17 Fällen völlig unzureichend, ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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