
Wir haben bezahlt! - dennoch gibt es kein günstiges Musikangebot im Netz und werden Musikfans fortgesetzt kriminalisiert. Die Rechte der Kunden werden immer weiter beschnitten. Ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Die Kampagne macht auf einen Aspekt des Themas aufmerksam, der in der Regel unbeachtet bleibt: dass die Fans für ihre Musik bezahlt haben und weiterhin bezahlen. In der ganzen Diskussion um angeblich sinkende Verkaufszahlen geht unter, über wieviele weitere Quellen mit Musik Geld verdient wird. Von Rundfunkgebühren über Leermedien- und Geräteabgaben, von den Konzerttickets über Merchandisingartikel bis hin zum Bier auf dem Festival: nach wie vor geben die Fans Geld aus für ihre Musik, um im Gegenzug immer weniger Gegenleistungen zu erhalten.
Mögliche neue Geschäftsmodelle sind nicht das Thema der Kampagne: diese muss die Industrie endlich selbst entwickeln. Sie sollte dabei jedoch eins nicht aus den Augen verlieren: dass ihre Kunden bezahlt haben und dass sie nach wie vor bezahlen.
Billige, legale Onlinemusik, ein Ende des Formatirrsinns und die Abschaffung von Kopierschutztechniken, ob auf Dateien oder auf CDs sind die zentralen Forderungen der Aktion. Musik kommt inzwischen aus dem Netz wie das Wasser aus der Leitung. Diesen alltäglichen Vorgang zu kriminalisieren ist unsinnig. Gerolsteiner verklagt auch keine Wasserwerke.
Der Trend ist nicht zu übersehen, dass Kundenrechte immer weiter beschnitten und die Abgaben hingegen immer höher werden. Dass so die Kundschaft ausbleibt, ist logisch - offenbar muss diese triviale Erkenntnis jedoch immer und immer wieder verbreitet werden, denn bei den Verantwortlichen kommt sie nicht an.
News Redaktion am Dienstag, 25.07.2006 20:57 Uhr
der vollständigkeit wegen: k. kickt industrieärsche. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Secure_Digital_Music_Initiative Danke, das bekräftigt meine Vermutung. Von der SDMI und der Geschichte mit dem Wettbewerb hatte ich bisher noch nicht gewusst. So wie es aussieht, war das wohl auch eher heiße Luft. Ich denke, ...
In dem Zusammenhang, wärs vielleicht angebracht... ...
@caytchen vielleicht schaust du dir die Seite mal an. Dann kannst du eventuell auch mit dem Slogan "Wir haben bezahlt" ein wenig mehr anfangen Ich kennzeichne Ironie und Witz dann demnächst... ...
@caytchen vielleicht schaust du dir die Seite mal an. Dann kannst du eventuell auch mit dem Slogan "Wir haben bezahlt" ein wenig mehr anfangen! ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
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