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Raubkopierer sind Verbrecher: Kampagne wird etwas weniger geschmacklos

Fehler einzugestehen fällt der Zukunft Kino Marketing in ihrer "Raubkopierer sind Verbrecher"-Kampagne offenbar schwer. Mit Bodypainting-Motiven will die Kampagne auf ihr neues Motto "Raubkopierer können sich nicht verstecken" aufmerksam machen, was gegenüber unverhohlener Vergewaltigungsfantasien von Knastinsassen durchaus einen Fortschritt darstellt. Mit "Spezial-Behandlung statt Special Features" kann man indessen nach wie vor geschmacklose E-Cards von der hartabergerecht-Webseite verschicken.

Schwerpunktmäßig soll die neue Kampagnenwelle jedoch vor allem auf die laut ZKM nicht existierende Anonymität im Netz aufmerksam machen. Jan Oesterlein, ZKM-Geschäftsführer:

"Es ist uns wichtig, mit der aktuellen Info-Tour erneut in den direkten Dialog zu treten und auf anschauliche, aber auch humorvolle Art deutlich zu machen, dass Raubkopierer nicht auf die angebliche Anonymität des Internets zählen können."

Ganzkörperbemalte und so getarnte Menschen sollen in den ersten Augustwochen die Kampagne in die Städte tragen. Niermand könne sich verstecken, so die Botschaft der Kampagne, die seit einiger Zeit auch versucht, Käufer und Kinogänger etwas vermindert unter Generalverdacht zu stellen. Mit einem Dank für die "Entscheidung für das Original" im Filmabspann sollen die Kunden, die bislang in der Kampagne flächendeckend als potentielle Verbrecher gebrandmarkt wurden, ein wenig versöhnt werden. Nach wie vor hält die ZKM auch an der impliziten Gleichsetzung von Filesharern mit Verbrechern fest, denen fünf Jahre Knast drohen.

Dass die Lage unverändert dramatisch sei, versucht die ZKM auch mit Studienergebnissen zu untermauern, die indessen wenig verblüffen. Jeder Film mit mehr als 50.000 Besuchern zum Startwochenende sei auch im Internet kostenlos zu beziehen, klagt die ZKM und man wundert sich über die späte Einsicht. Spannender ist allenfalls das Studienergebnis, dass doch nur ein Drittel aller Kinofolme prereleased werden würden. Das alles verursacht laut ZKM natürlich immense Schäden:

"Den Film "Ice Age 2 – Jetzt taut's" besuchten am ersten Wochenende 2.395.588 Personen, zusätzlich wurde er 121.894 Mal via BitTorrent illegal downgeloadet."

So die Studie, die von der ZKM zur Illustration der fatalen Folgen des Datentausches herangezogen wird. Wahrhaftig erschreckende Zahlen.

News Redaktion am Donnerstag, 27.07.2006 13:04 Uhr

tagsTags: filesharing kino marketing raubkopie kampagne bittorrent verbrechen zkm bodypainting

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38 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Karl Kunze am 14.08.2006 16:29:59

    weißt du wo man diese herbekommt? würde mich interessieren^^ So...wieder zurück ausm Urlaub... Hab es leider nirgends im Inet oder im Esel gefunden, dann hab ichs einfach mal auf Youtube raufgeladen eben. Hoffe dass der link funktioniert. http://www.youtube.com/watch?v=EG ...

  • Blauer-Kaugummi am 10.08.2006 19:32:42

    Das war keine Beleidigung sondern nur meine eigne Meinung über die genannte Person.... Aber man sieht ja wie weit es ist, selbst hier wird einem das Recht auf "freie" Meinungsäußerungen verwehrt.... ...

  • Gravenreuth am 08.08.2006 10:34:49

    was heißt den eigentlich ZKM , sorry bin bissl neben der kappe Das ist die PR-Firma, welche die "hart aber gerecht"-Sache im Auftrag der Filmindustrie durchführt. ...

  • dehorstvondorst am 07.08.2006 22:41:11

    was heißt den eigentlich ZKM , sorry bin bissl neben der kappe ...

  • Blauer-Kaugummi am 07.08.2006 01:36:29

    Wenn ich zustaendiger Moderator fuer Mitgliedsverwaltung waere wuerde ich dich schon fuer deinen stocks.... beh... Namen lebenslaenglich kicken - fuehlst du dich cool mit dem Namen ? kriegst jetzt nen stolzen ? mit deinem Namen gehoerst du hoechstens aufs Board von KIKA du Moechteger ...

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