Was machen die Personen, die früher oder im Moment aktiv am Geschehen der Szene beteiligt sind, bzw. waren, um ihre Erinnerungen festzuhalten? Wie soll man seinen Kindern oder einer neuen Partnerin die Computerszene näher bringen, wenn im Laufe der Jahre alle Erinnerungen immer schwächer werden und man nach und nach die genauen Namen und Gegebenheiten vergisst. Die uralten Disketten laufen größtenteils nicht mehr, die alten Heimcomputer sind kaputt oder irgendwo im Keller oder Dachboden verschwunden. Sie kämpfen jetzt einen neuen Kampf, den gegen den Staub und ihre Verwitterung. Wer sich nicht mit den teils komplizierten Emulatoren herumschlagen, oder gar riesige Mitschnitte von ehemals winzig kleinen Demos ziehen möchte, muss ganz und gar auf die Visualisierung der "Good old times" verzichten.
Hinzu kommt: Die Computertechnologie bewegt sich in ihrer Entwicklung ständig in Lichtgeschwindigkeit fort. Was heute "in" ist, läuft morgen schon nicht mehr, weil in der Zwischenzeit schon wieder etliche neue Hardwareserien z. B. von Grafikkarten auf den Markt geworfen wurden. Der Cartoon von dem Käufer des Personal Computers, der nicht schnell genug nach Hause laufen kann, bevor seine Hardware schon vor seiner Ankunft veraltet ist, ist traurige Realität geworden. Wie aber die Geschehnisse archivieren, die schon so lange zurückliegen? Tomcat versucht genau diese Lücke zu schließen und führte vor einem Jahr die Leser mit "Freax - Volume 1" systematisch in die Thematik der Szene ein.
Aktuell arbeitet man an einer verbesserten Version des Erstlingswerkes, welches im Herbst 2006 erhältlich sein soll. Kurze Zeit später will der auf Retrocomputing spezialisierte CSW Verlag die deutschsprachige Übersetzung präsentieren. Mit dem Erwerb von "The Art Album" können sich außen Stehende im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild, besser gesagt unzählige Bilder vom Potenzial der Computerszene machen. Auch wenn man keine Vorstellung vom Aufwand, der speziell von Graphikern älterer Computerserien betrieben wurde hat. Es macht einfach Spaß durch die übersichtlich gestalteten DIN-A4 Seiten dieses Buches zu blättern. Was heute unter Mithilfe von Photoshop oder ähnlichen Programmen möglich ist, ging damals nicht und wäre auch im höchsten Masse verpönt gewesen. Kann man sich heutzutage mit etwas Geschick dank der unzähligen Filter und Funktionen moderner Malprogramme ein gut aussehendes Bild zurechtschustern, so verbrachten die Maler früher Wochen und Monate mit der Erstellung ihrer Werke. Punktgenau wurde das Bild unter die Lupe genommen und Pixel für Pixel gesetzt. Noch heute wünschen sich viele die alten Tage zurück, wo die heutige Pfuscherei und zahlreiche Manipulationen von Fotos, die wie gemalt aussehen sollen, schlichtweg unmöglich waren.
Natürlich fällt kritischen Betrachtern die Tatsache früher oder später ins Auge, dass die meist männlichen Maler sich thematisch schon recht häufig und in zahlreichen Variationen dem weiblichen Geschlecht, mehr oder weniger dünn bekleidet, gewidmet haben. Das soll aber nicht darauf schließen lassen, dass man in diesem Buch lediglich nackte Tatsachen vorfinden würde. Die Motive sind genauso unterschiedlich und variationsreich wie die Menschen, die sie erschaffen haben.
Diese Computerkunst ist sehr faszinierend, auch wenn sie nie den Sprung aus dem Untergrunddasein geschafft hat. Und überhaupt, irgendwie ist man nie fertig mit dem Durchblättern durch die Galerie der C64, Amiga, Atari, ZX Spectrum, Amstrad CPC und PC Grafiken. Jedes Mal gibt es wieder etwas Neues zu entdecken, was einem vormals nicht aufgefallen war.
Wer sich ohne langes Schmökern von diesem Thema anstecken lassen möchte, ist mit dem Erwerb dieses wunderschönen Buches bestens beraten. In Anbetracht der qualitativ hochwertigen Gestaltung und der liebevollen Auswahl der Motive erscheinen die 29,90 Euro mehr als gerechtfertigt.
News Redaktion am Montag, 28.08.2006 11:22 Uhr
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.