
Aboutus.org generiert offenbar automatisch Wiki-Seiten, sobald eine solche aufgerufen wird. Dafür grast der Robot des Wikis die Domain ab, nach der gefragt wurde, liest nebenbei aus Whois-Datenbanken die persönlichen Daten des Besitzers aus und generiert eine Infosite, die neben Screenshot der Domain, Keywortlisten, Kontaktadresse, Email und, wenn vorhanden, Telefonnummer des Owners auch gleich die Adresse via Straßenkarte in Google Maps ausgibt.
Nur ist diese Praxis von den gängigen Domain-Registrys untersagt. Aus gutem Grund gibt beispielsweise die Denic bei einer Abfrage zwar die Daten des Domaineigentümers heraus, untersagt jedoch die öffentliche Weiterverbreitung ausdrücklich.
"Unglücklich" ist als Umschreibung für den Start des Beta-Projekts etwas milde ausgedrückt, die Reaktionen der betroffenen Webmaster waren zurecht negativ, das Schadensmanagement bei aboutus.org ließ zu wünschen übrig. Die Übernahme von Sitecontent oder die Publizierung privater Daten könne man als betroffener Webmaster ja schließlich selber ändern - aboutus.org sei ja ein Wiki. Erst auf weiteres Nachfragen wurde dann die Möglichkeit angeboten, die Daten - mitsamt der bis dahin weiterhin sichtbaren History der Wiki-Seite - löschen zu lassen.
Auf Nachfrage von gulli.com, wie man denn zu den Möglichkeiten zum Datamining stehe, die mit der Seite eröffnet wurde, nahm Betreiber Ray King folgendermaßen Stellung:
"Bezüglich Datamining - die Domainaten sind über zahlreiche Quellen bereits öffentlich einsehbar und nicht privat, wenn dies nicht beim Registrar so gehandhabt wurde. Wir schützen Email-Adressen, indem wir sie als Grafik anzeigen und reagieren auf Anfragen von Personen, die ihre privaten Daten entfernt haben wollen."
Die ebenso gestellte Frage, inwieweit aboutus.org mit Registraren Geschäftsbeziehungen pflegt, die private Registrierung von Domains anbieten, wurde nicht beantwortet. Auf die Vorankündigung, dass ein Bericht über aboutus.org eher warnend ausfallen würde, antwortete King:
"Bitte teile den Lesern mit, dass sie eine Mail schicken, falls sie Namen entfernt haben möchten. Ich will auf der anderen Seite darauf hinweisen, dass das Verbleiben im Wiki und das Verbessern ihres Eintrags und ihrer Kategorisierung zu mehr Besuchern ihrer Site führt. Wenn dies gewünscht ist, helfe ich auch dabei gerne."
Wobei der Dienst am Webmaster verbesserunbgsfähig ist. Externe Links auf die erfassten Seiten geben keinen Pagerank ab.
Läßt man seine Seite bei aboutus.org löschen, so resultiert dies in einem Standardtext mit der Aufforderung an die Leser:
"Wir bedauern, dass diese Seite spärlicher ausfällt als andere Seiten auf aboutus.org. Wenn Ihnen die Seite bekannt ist, laden wir Sie dazu ein, Gedanken und konstruktive Kommentare zu hinterlassen. Klicken Sie dazu einfach auf einen der "Edit" - Links."
Auf unsere Nachfrage, ob nicht angemessener wäre, darauf hinzuweisen, dass der Domaineigentümer die Seite löschen ließ, weil er keine privaten Daten veröffentlicht haben wollte, erklärte King, dass dies in der Tat eine gute Idee sei.
Die Fragen, wie Betriebs- und Traffickosten in Zukunft gedeckt werden - aboutus.org ist angesichts der thematisch strukturierten, internen Verlinkung und der automatischen Einpflegung von Schlüsselwörtern eine hervorragende Umgebung beispielsweise für Google Adsense - wurde hingegen nicht beantwortet. Die Seite ist bislang komplett werbefrei.
(via)
News Redaktion am Mittwoch, 30.08.2006 12:27 Uhr
Das einzige was wirklich hilft, ist sich eine anonyme Domain mit Whois in Singapore kaufen z.B. bei http://www.katzglobal.com dann können Sie abfragen wie sie wollen. Das ist auch ein an Sarkasmus nicht zu übertreffendes Argument, welches gestern noch (ich gugg ...
Das einzige was wirklich hilft, ist sich eine anonyme Domain mit Whois in Singapore kaufen z.B. bei http://www.katzglobal.com dann können Sie abfragen wie sie wollen. Ob man klagen sollte wenn man da drin steht ? Ja, die Chancen dürften nicht schlecht stehen, da zu gewinnen. ...
Wie sieht den das mit dem Rechtlichen für betroffene Domainbesitzer aus? Meine Domains findet der zwar nicht :D, dennoch bin ich absolut nicht damit einverstanden, dass jeder Franz im Netz meine Daten abrufen kann. Schlimm genug, dass es die Denic ermöglichst. Kann man zivilrechtlich etwas dagege ...
Bald gibts dann die Möglichkeit dass man sehen kann welche Person welche Domains besitzt, das brauch und möcht ich eigentlich nicht. Wer sich so ne Scheisse einfallen lässt, und dazu noch so ignorant ist, der gehört abgeschossen. Von Datenschutz hat der wohl noch nie was gehört. Gruß, dpk ...
Weiß nicht was ich davon halten soll. Ich meine was soll es denn Bringen? Es vereint lediglich eine scchlechte Suchmaschiene und eine Whois-DB. Who cares? Was sollte man mit den Daten schon anfangen können? Wenn man Daten einer bestimmten Domain sche, kann ich einfach eine Whois-Abfrage starten. M ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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