
"Windows Media Player 11 erlaubt nicht das Backup von "Media Usage Rights" (bisher als "Lizenzen" bekannt). Je nachdem, wo die geschützten Files erworben wurden, können die Abspielrechte möglicherweise online wieder hergestellt werden."
"Möglicherweise", denn einige Shops werden die Wiederherstellung einmal erworbener Abspielrechte nicht erlauben. Andere, so Microsoft, werden die Zahl der Wiederherstellungsvorgänge limitieren.
Vom Festplattencrash über den Zweitcomputer bis hin zur neu erworbenen Maschine: die Möglichkeiten, zu denen man mit nur wenig Pech inbegriffen Content neu kaufen kann, dürften damit rapide zunehmen. Ausblick auf die Zukunft gibt darüberhinaus ein interessantes Feature bezogen auf selbst gerippte CDs:
"Wenn die Datei ein Song ist, der von CD mit der Option "Copy protect Music" gerippt wurde, ist es wahrscheinlich möglich, die Nutzungsrechte wiederherzustellen, indem das File angespielt Wird. Daraufhin erfolgt eine Verbindung zu einer Microsoft-Webseite, die erklärt, wie die Nutzungsrechte für eine begrenzte Zahl von Fällen wieder hergestellt werden kann."
Man fragt sich natürlich, was ein optionales "Musik kopierschützen" beim Rippen einer eigenen CD überhaupt bringen soll - Möglichkeiten, Dritten den Zugriff auf selbstgerippte Tracks zu unterbinden, gibt es in großer Zahl. Wie weit es Microsoft überhaupt etwas angeht, welche Songs vom User privat zu Hause von CD auf Platte gerippt wurden, sollte ebenfalls hinterfragt werden. Die Frage, ob die Windows-Firewall die entsprechenden Verbindungsversuche meldet, kann man dagegen wohl getrost als rhetorisch betrachten.
Wohin die Reise gehen soll, sollte langsam klar erkennbar werden: die Besonderheit digitaler Daten, die sich verlustfrei kopieren und sichern lassen, soll für Mediendaten nicht oder nur noch eingeschränkt gelten. Dass ein Unternehmen wie Microsoft einen so drastischen Schritt gegen Backup-Möglichkeiten geht, läßt das schlimmste ahnen: Backups sind eins der zentralen Prinzipien des kompetenten Umgangs mit Rechnern schlechthin.
Dass man mit DRM-verseuchten Medien nie genau weiss, was man nun eigentlich gekauft hat, wird mit den "Features" des WMP11 nochmals deutlich. Upgrades sind eine Notwendigkeit in einer Zeit, in der Sicherheitslücken regelmäßig entdeckt und alte Software-Entwicklungslinien eingestellt werden. Auch wenn man meint, bestimmte Rechte beim Kauf von Medien erworben zu haben - ob man sie behalten darf, ist mit jedem Softwareupdate offenbar nur noch eine Frage des "guten Willens" der Hersteller.
News Redaktion am Freitag, 22.09.2006 10:59 Uhr
ich verwende seit dem release w2k ...und beobachte aus "sicherer" entfernung,welch seltsame blüten das sgn. trusted computing treibt,welche -für den enduser- besorgniserregenden einschränkungen dieses windows XP mit sich bringt und kann mir beim besten willen nicht erklären,wieso alle welt so se ...
MP3-Dateien sind auch nicht DRM-Verseucht, sondern die WMA-Dateien. Wenn du also MP3-Dateien vorliegen hast, könntest du diese sogar unter Vista mit einem vernünftigen Programm beliebig hin- und herkonvertieren. Das Problem ist, dass gekaufte Musik, besonders der Major Labels, eben nie im MP3-Form ...
mp3s haben gar kein DRM, was willst du da hin und her konvertieren? DRM ist nur in WindowsMedia-Formaten. ...
Wie sieht's eigentlich damit aus: Man behält eine Kopie von Windoof Xp (evtl sogar 98 oder ME?) die nix von DRM versteht. Diese wird auf einem Rechner OHNE Internetverbindung installiert. Auf diesem Rechner wird nun ein Programm installiert, das .mp3 nach .wav Dateien umwandelt (die m.W. nicht vo ...
Ich seh langsam immer mehr ein wie groß der Fehler ist sich "nur" auf Windows als Betriebssystem zu beschränken (gegenenfalls mit Office) auch wenn man sonst Alternative Software (Browser, Explorer, Player ect.) verwendet. Bin auch Schuldig an Billy Boys Reichtum und Macht. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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