Letzte Woche hat die Firma Tmax einen angeblich 100-prozentig kompatiblen Windows-Klon vorgestellt. Neben dem OS "Tmax Window9" will man auch die eigene Office Suite "Tmax Office" und den Browser "Tmax Scoutor" vertreiben. Soweit die Theorie.
Bereits im Oktober dieses Jahres soll das Südkorea-Windows als Beta-Version erscheinen, im November soll das Produkt angeblich in den Ladenregalen stehen. Die ersten Screenshots haben die Journalisten aber sehr skeptisch gestimmt. Die gezeigten Bilder vom Betriebssystem, dem Browser und von verschiedenen Anwendungen offenbarten erhebliche Mängel. Sie sahen eher wie Windows-Screenshots aus, die man mehr oder weniger laienhaft mit Photoshop bearbeitet hat. So lautete die Bezeichnung der Boot-Partition WinXP, die Bilder waren gespickt mit derartigen Ungereimtheiten.
Auch die Tatsache, dass man sich nur drei Monate vorher dazu entschlossen hat das OS hundertprozentig kompatibel zu Windows zu machen - das ist nicht gerade vertrauensbildend. Die Entwicklung der Laufzeitumgebung Wine läuft bereits seit 1993, erst letzten Monat erschien Version 1.0. Der quelloffene Windows-Klon ReactOS wird seit 1998 entwickelt und befindet sich noch immer in der Alpha-Phase. Eine 1997 gegründete Firma, die sich primär mit Datenbanken und eigenen Web-Applikationen beschäftigt will dies in maximal 12 Wochen realisiert haben? Unmöglich.
Gut geklaut ist halb gewonnen! Die Office Suite soll zumeist aus Elementen vom OpenOffice.org-Projekt bestehen, der Browser basiert auf der freien HTML-Rendering-Bibliothek Webkit und ist natürlich zum Internet Explorer kompatibel. Für den Rest wird man sich wahrscheinlich bei Bestandteilen von ReactOS und Wine bedient haben. Frei und quelloffen soll das neue OS auch nicht sein, denn wer lässt sich unter diesen Bedingungen schon gerne auf die Finger schauen?
Die Pressemittteilung spricht vollmundig von einem "Wendepunkt in der Geschichte koreanischer Software". Blogger Jörg Luther von LinuxCommunity.de fühlte sich stark an Propaganda des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il erinnert. Er glaubt, nach den Raketentests und den kürzlich durchgeführten DDoS-Attacken gegen südkoreanische und US-amerikanische Regierungs-Websites könnte dies der nächste PR-Gag der Nordkoreaner sein. Glaubhaft ist das so wenig wie die Veröffentlichung des Betriebssystems selbst. Google hat demnach noch immer alle Zeit der Welt, um den hauseigenen Windowskiller zu entwickeln.
Vielfalt in allen Ehren. Aber es bleibt auch fraglich, ob wir neben Windows, Linux, Mac OS, Android und Google Chrome OS noch ein weiteres Betriebssystem auf den heimischen Computern brauchen. Bis dahin: Rohr frei für den Angriff der Klon-Krieger. Möge die Macht mit euch sein! (Ghandy)
(via LinuxCommunity.de, CNET Asia, cosmic.mearie.org, thx!)
News Redaktion am Montag, 13.07.2009 10:08 Uhr
:eek: *lol*...eeeh der war gut ! *rofl* :D :T liebe Grüße Blacky ...
Schreiberling "vermutlich" Ghandy? Hey, da steht doch ein Name drunter! Ich schreibe nicht, es ist so und so. Ich schreibe jemand anderes glaubt, es wäre so oder so. Das ist eine erhebliche Einschränkung. Es bleibt dabei, die Firma hat ihren Sitz in Südkorea. ...
also nochmals, wenns aus den bisherigen comments zu wenig hervorging: hier wird nord- und südkorea einfach mal so mir nichts, dir nichts gleichgesetzt. ganz wichtig: if (nordkorea == südkorea) { echo "da ging was schief"; } else { echo "so ists richtig"; } No ...
Südkorea hat besseres Internet Die sind uns weit voraus. jein, wie Japan - Intern 1Gbit leitungen zu benutzern verlegen - IM LAND kriegt man das Gbit auch ausgelastet , aber was bringt mir 1Gbit PRO USER wenn der NATIONALE backbone grade mal knappe 900Gbit schaf ...
humm.. jeh mehr vielfalt auf der welt um so weniger Kunden für Mikysoft, acu recht, auch wenn selbst der Balken in dem Video/Vorführung verdammt gut geskinnt war, der so immer on top present war... der war nähmlich nie gerade, nichmal beim schluss, aber gaaaal, gug i' rum gugg i nuom lauder windoofs ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.