
Der russische MP3-Downloaddienst, schon seit Jahren umstritten und inh Deutschland mit Linkverbot belegt, wurde in der jüngeren Vergangenheit zum Politikum. Die US-Handelsvertreterin Susan Schwab ließ durchblicken, dass der Beitritt Russlands zur WTO von der Schließung AllofMP3s abhängig sein könnte. Das Statement von AllofMP3 hinhgegen:
"Die Wahrheit ist, dass Schwab weiss, dass dies nicht zutrifft. Die US-Regierung bedient sich AllofMP3 als praktisches Mittel, um Russland zu weiteren Zugeständnissen zu zwingen."
Tatsächlich sei AllofMP3 nach wie vor nach russischem Recht legal. Die Angriffe auf den Downloaddienst seien zudem völlig falsch adressiert. Die Russian Organization for Multimedia and digital Systems ROMS lizenziere Downloadshops in Russland, AllofMP3 führt 15% seiner Einnahmen an die Verwertungsgesellschaft ab.
"Wir können nicht kontrollieren, was ROMS tut. Dennoch möchten wir deutlich klarstellen, dass wir ROMS dazu aufgefordert haben, die Abgaben auszuschütten. Es ist eindeutig im besten Interesse von uns und den Musikern, dass ROMS die Abgaben an die Plattenfirmen ausschüttet."
Der Schwarze Peter läge damit bei ROMS - oder den Labeln, die ihrerseits wenig Interesse zeigen würden, mit ROMS in Verhandlungen zu treten.
"Wir unterliegen dem russischen Gesetz, wir zahlen Steuern in Rissland und wir zahlen Abgaben an ROMS, den offiziellen Lizenzierungspartner in Russland. ROMS hat angeboten, die eingenommenen Lizenzgelder an die Plattenfirmen weiterzugeben, das wurde jedoch abgelehnt. Offensichtlich will die Musikindustrie weitere Einflussmöglichkeiten gewinnen, bevor sie entweder mit uns oder ROMS in direkte Verhandlung tritt."
Die Labels widersprechen dieser Darstellung: man habe ROMS mehrfach angezeigt, dass sie nicht berechtigt seien, die Lizenzgebühren überhaupt zu erheben. AllofMP3 wiederum gab an, es sei problemlos möglich, dass Musiker über ROMS ihre Titel von AllofMP3 ausschließen lassen können - das hätte aber nur ein Bruchteil der Künstler getan.
AllofMP3 konstatiert, dass die Künstler in Zukunft verstärkt direkt mit den Vertrieben kooperieren werden.
"Unserer Ansicht nach wäre es für uns und die Künstler besser, direkt miteinander zu verhandeln. Tatsächlich glauben wir, dass dies die Zukunft der Musikindustrie wird. Wir denken, die Labels werden an Bedeutung verlieren - nicht verschwinden, aber an Bedeutung verlieren, und die Künstler werden weitaus höhere Kontrolle über ihre Arbeit besitzen - die sie in dem Moment aufgeben, zu dem sie ihren Vertrag unterzeichnen."
In der Zwischenzeit scheint an der WTO-Front die Spannung abzunehmen. Das Thema Piraterie würde die Beitrittsverhandlungen nicht mehr blockieren. Zuvor nahmen Analysten noch an, dass die Blockadehaltung der USA in den WTO-Beitrittsverhandlungen zum Ausschluss amerikanischer Unternehmen an der Ausbeutung von Erdgasvorkommen in Russland geführt hatten.
News Redaktion am Mittwoch, 18.10.2006 12:58 Uhr
Anscheinend hat mittlerweile auch VISA den Schwanz eingezogen ... Bezahlungen sind nicht mehr möglich .. VISA nicht mehr möglich - Musik bald gratis ...
Ich denke Allofmp3 könnte der MI mal ordentlich eine reinwürgen, wenn Sie einfach ihre Lizenz online zeigen (Auch in Russland wird sowas mit Papier und Unterschrift gemacht). Dann wären sie über jeden Zweifel erhaben und ruhe ist. Was spricht dagegen? Sind die einfach nicht so clever wie ich? * ...
Na in Russland kann man mit Geld alles schmieren :D :T . Wieso redest du hier von schmieren? ...
Na in Russland kann man mit Geld alles schmieren :D :T . ...
Der russische Musikshop AllofMP3 bekräftigte seinen legalen Status. Die Begründung blieb indessen dieselbe: man führe Lizenzgebühren an die russische Verwertergesellschaft ROMS ab. Wie von dort aus die Gelder weitergegeben werden, sei nicht das Problem von AllofMP3. Grundsätzlich gibt sich d ...
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Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
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