
Für den BVMI kein schönes Bild, trotzdem ist es nichts als die Realität: Viele Kinder und Jugendliche verbringen ihre Nachmittage und Wochenenden vor dem Computer und laden Musik herunter. Doch dabei sind längst nicht alle Angebote im Netz legal und vor allem viele junge Musikfans wissen nicht, dass das Tauschen und Herunterladen von urheberrechtlich geschützter Musik schwere Folgen nach sich ziehen kann.
Die Damen und Herren von der Hotline sollen beispielsweise folgende Punkte aufklären: Ab wann ist ein Musik-Download illegal? Wie viele Kopien darf ich von einem herunter geladenen Album machen? Wer haftet bei illegalen Downloads? Um diese und ähnliche Fragen zu beantworten, die Verbraucher über das aktuell diskutierte Thema Internetpiraterie aufzuklären und vor den Folgen und Risiken der illegalen Downloads zu warnen, schaltet der BVMI jetzt Donnerstag zwischen 11:00 und 16:00 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800-ipiracy (0800 - 47 47 22 9) eine Verbraucherhotline.
ghandy von gulli meint:
Sicher, Aufklärung ist dringend notwendig. Viele unbedarfte Einsteiger und vor allem jüngere Teilnehmer wissen oftmals wirklich nicht, dass ihr Verhalten eine höchst kostenaufwendige Abmahnung nach sich ziehen kann. Vielleicht möchten die Damen und Herren aber auch kritische Fragen zum Thema Abmahnungen beantworten. Wer trägt letztlich die Kosten für den Rückgang der Umsätze im Musikbiz? Sind es etwa die Abgemahnten und warum verdienen die Rechtsanwälte so viel daran? Geschätzte 350 Mio. Euro gehen derzeit pro Jahr für die Rechtsanwälte der Labels über den "Ladentisch". Tendenz der Abmahnungen in Deutschland: steigend! Vielleicht sollte man die Experten auch fragen, warum die Musikindustrie 11 Jahre gebraucht hat, um nach Napster aufzuwachen und alle Inhalte im Netz DRM-frei anzubieten. Warum der sinnfreie Kopierschutz auf Audio-CDs und DVDs? Wofür die Gängelung mit DRM-Mechanismen über so viele Jahre hinweg? Jeder Autohersteller und jede Discount-Kette hätte bei vergleichbaren Fehlentscheidungen des Managements dicht machen müssen. Leider haben die Anbieter fast alle gleich lang geschlafen. Sind aber nur die bösen Internetpiraten für die Misere der Musikindustrie verantwortlich - oder war es über so viele Jahre hinweg eher die mangelnde betriebliche Flexibilität, die den Verantwortlichen jetzt das Leben schwer macht? Jetzt also folgt der Ruf nach Blauen Briefen und Netztrennung (Three-Strikes-Modell) und juristischer Verfolgung der Betreiber von Filesharing-Portalen. Gut geht es den Labels nicht, daran besteht kein Zweifel. Sollte man trotzdem eine Veranstaltung wie die Popkomm mit der Begründung absagen, dass alleine die Filesharer dafür verantwortlich seien? Einige Mitglieder des gulli:boards hätten mit Sicherheit noch mehr gute Fragen auf Lager, auf die es keine vorgedruckten Antworten gibt, die man am Donnerstag ablesen kann. Vielleicht fühlt sich ja jemand berufen. (Ghandy)
(via PM, danke!)
(Grafik von therapeutic_o0 on deviantART, thx!)
News Redaktion am Montag, 13.07.2009 18:21 Uhr
alos ich gehöre nicht zu den DOWNLOADERN irgendwelcher Musik, Kinofilme usw., weil mich das alles gar nicht interessiert. (für mich kommt Musik von echt VINYL - ist nicht kopierbar) Bin durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen. Und da mach ich mir Gedanken, was das alles kostet: 0800 ...
Ich für meinen Teil: Scheinheiligkeit. Da wird Propaganda als Aufklärung getarnt. Ich erinnere nur mal an "Raubkopierer sind Verbrecher!1!!" :rolleyes: Wenn Du schon Kampagnen zitierst, dann ordne sie auch richtig zu. "Raubkopierer sind Verbrecher" ist von der GVU. Somit ...
nana böse kinder, sollen nicht illegal downloaden. Ich denke fast alle wissen für sich selbst was illegal ist und was nicht und solange sies nicht bestätigt bekommen tun sies einfach. Für meinen Teil weis ich was illegal ist und weis was für mich selbst "Illegal" ist, Musik aus dem Internet g ...
Ich verstehe auch nicht, warum hier viele etwas gegen diese Verbraucherhotline haben. Die Experten können euch die aktuelle Rechtslage zu einem individuellen Problem genau erklären. Dürfte gerade für Leute interessant sein, die sich in einigen ihrer Aktionen im Internet nicht sicher sind, ob die ...
Herrje, worüber regt Ihr Euch denn so auf? Ich für meinen Teil: Scheinheiligkeit. Da wird Propaganda als Aufklärung getarnt. Ich erinnere nur mal an "Raubkopierer sind Verbrecher!1!!" :rolleyes: Lasst sie doch aufklären. Einerseits wird Ihnen alles m ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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