
Denn Kanada ist regelmäßig als Filesharerparadies bezeichnet worden, der Online-Tausch als Wurzel allen Übels dargestellt worden. Klagen gegen die Tauscher gab es in Kanada indessen noch keine - trotzdem sinkt die Filesharer-Quote seit 2002 permanent. Gegen den Trend: P2P erfreut sich ausgerechnet in den Ländern weiter steigender Beliebtheit, in denen mit Massenklagen gegen die Tauschbörsennutzer vorgegangen wurde.
Gaben 2002 und 2003 noch 21% der Befragten in Kanada an, eine Tauschbörse zum Musikdownload verwendet zu haben, sank diese Zahl auf 19% 2004, 15% 2005, während 2006 nur noch 14% der Befragten angab, Filesharing zu nutzen. Dass in Kanada während diesem Rückgang keine Klagen gegen Tauschbörsennutzer ergingen und viele Forderungen nach einer verschärften Gesetzgebung nicht umgesetzt wurden, erwähnt die Studie nicht.
Studienteilnehmer, die im Vorjahr weniger Musik kauften, taten dies nur selten anläßlich des P2P-Angebots: nur 9% nannte die Tauschbörsen als Grund für zurückgegangene Kauflust.
Einheimische Künstler erfreuen sich dabei in Kanada steigender Beliebtheit und verzeichnen wachsende Umsätze. Bereits im letzten Jahr wurde die Sinnlosigkeit der Tauschbörsenklagen in Kanada belegt: nachdem ein Gericht die verzweifelt eingeforderte Datenherausgabe von 29 Filesharern ablehnte, legten die CD-Verkäufe im folgenden Halbjahr entgegen der Prognosen der enttäuschten Copyrightwächter zu.
Dass die Tauschbörsen das falsche Feindbild der Industrie ist, belegte 2005 eine Studie der OECD: ein Zusammenhang der Umsatzrückgänge und dem Aufkommen der Tauschbörsen sei schwierig herzustellen.
News Redaktion am Mittwoch, 25.10.2006 14:02 Uhr
Die Frage ist auch, haben wirklich weniger Leute die Tauschbörsen benutzt oder haben es einfach nur weniger Leute zugegeben, aus Angst von der Musik-/Filmindustrie geschnappt zu werden? :rolleyes: ju1 hat den Nagel auf den Kopf getroffen - zudem kann man Statistiken immer so aus ...
als wenn das die industrie dazu bringen würde ihr hirn ein zu schalten ... die die heute noch klagen könnten morgen schon untergehen weil sie es einfach nicht raffen ... qualität, vernünftige preise und genügend live shows ... damit kann man geld verdienen ... aber in zeiten wo es jeder indus ...
solche ergebnisse gab es jetzt schon so oft. die stellen ihre ohren doch eh wieder auf durchzug. ist ja auch viel angenehmer trotz steigender umsätze noch mehr druck zu machen. ...
Die Frage ist auch, haben wirklich weniger Leute die Tauschbörsen benutzt oder haben es einfach nur weniger Leute zugegeben, aus Angst von der Musik-/Filmindustrie geschnappt zu werden? :rolleyes: ...
ich seh das so: Von 2002 bis 2006 sind die Zahlen gesunken und RS wird vielleicht wie heute erst seit nem halben Jahr benutzt. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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