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US-Studie enthüllt: Im Internet gibts Pornografie

Immer noch versucht der oberste US-Sittenwächter Alberto Gonzales den "Children's Online Protection Act" COPA durchzusetzen, um pornografische Inhalte im Netz besser bekämpfen zu können. Zu diesem Zweck ließ das Justizministerium eine Studie anfertigen, die zum erstaunlichen Ergebnis kam, dass man im Internet Pornografie finden kann.

Mehr Ergebnisse in Gonzales' Sinn seien der Studie jedoch nicht zu entnehmen, so die Bürgerrechtler der ACLU. Ein Prozent der Webseiten enthielten gemäß der Studie "explizite Inhalte", immerhin sechs Prozent aller Suchanfragen würden zu Treffern mit sexuellen Inhalten führen. In der Studie wurden Stichproben der Suchindexe und Suchanfragen bei Googles und Microsofts Suchmaschinen analysiert. Zur Neuauflage des Kinderschutzgesetzes wird dieses Ergebnis wenig beitragen: gängige Filter blockieren den Porn-Content zufriedenstellend - problematisch ist allenfalls, dass oft auch unproblematische Seiten gefiltert werden.

Gonzales strebte an nachzuweisen, dass die Filter die ungeliebten Seiten nicht zuverlässig genug blockieren. Damit dürfte er vorläufig gescheitert sein. Viel Lärm um nichts, sollte man meinen, indessen ist zu befürchten, dass der Kinderschutz nur vorgeschobenes Argument für weitergehende Kontroll- und Zensurpläne ist.

Dafür spricht nicht nur die wenig kindspezifisch scheinende Methodologie. Von einer gezielten Analyse von Suchbegriffen, die von Kindern eingegeben werden, war bislang keine Rede, untersucht wurden Komplettstichproben der Suchanfragen aller Altersgruppen.

Währenddessen wurde stillschweigend die weitergehende Überwachung der angeforderten Suchanfragen nicht mehr ausgeschlossen. Ursprünglich wurde angegeben, ausschließlich im Sinne der COPA-Planungen die Daten nach sexuell explizitem Material zu untersuchen, einige Zeit später wurde angegeben, bei Hinweisen auf terroristische Aktivitäten ebenfalls zu reagieren.

Kein Wunder, dass sich Google vor der Herausgabe der Daten lange sträubte. Dass über die COPA-Forschungen der Datenschutz der Suchmaschinen nach und nach aufgeweicht werden und in großem Stil Daten gesammelt werden sollen, deutete sich kurz nach den Datenherausgaben von Yahoo, AOL, MSN und Google an. Neben den Suchmaschinenriesen forderte das Justizministerium von mindestens 30 weiteren Providern, Suchmaschinen und Securityfirmen teilweise sensible Daten an. Bekannt sind Datenanforderungen von 711Net (Mayberry USA), American Family Online, AOL, AT&T, Authentium, BellSouth, Cablevision, Charter Communications, Comcast Cable Company, Computer Associates, ContentWatch, Cox Communications, EarthLink, Google, Internet4Families, LookSmart, McAfee, MSN, Qwest, RuleSpace, S4F (Advance Internet Management), SafeBrowse, SBC Communications, Secure Computing Corp., Security Software Systems, SoftForYou, Solid Oak Software, SurfControl, Symantec, Time Warner, Tucows (Mayberry USA), United Online, Verizon und Yahoo.

News Redaktion am Mittwoch, 15.11.2006 11:56 Uhr

tagsTags: google studie aclu suchmaschine pornografie kinderschutz pornofilm terrorismus copa kinder gonzales

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21 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Nopper89 am 17.11.2006 17:02:36

    jaja die amis, sind einfach zu dumm um zu merken das sie sich mal wieder voll lächerlich machen:D:D ...

  • braegler am 17.11.2006 13:47:57

    Zu diesem Zweck ließ das Justizministerium eine Studie anfertigen, die zum erstaunlichen Ergebnis kam, dass man im Internet Pornografie finden kann. LINKS, ICH WILL LINKS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :T Und kommt mir nicht mit google :) Greetz braegler ...

  • klotzi am 16.11.2006 19:51:54

    Zu diesem Zweck ließ das Justizministerium eine Studie anfertigen, die zum erstaunlichen Ergebnis kam, dass man im Internet Pornografie finden kann. Was? wie? wo??? Echt jetzt ?? Verdammt das überrascht mich ich werde sofort meinen Provider Vertrag kündigen und ...

  • J.M.Mierscheid am 16.11.2006 19:28:18

    Dat war Lars :o) Tach. Die Redakteure der G:News, kannste alle in einem Sack stecken und druffkloppen, triffste immer den richtigen.;-) Gruß, JMM ...

  • Korrupt am 15.11.2006 22:50:50

    Dat war Lars :o) Wobei die konkrete Geschichte aber auch so an die Presse ging - da sollte ne Technik per rfid Raubkopien verhindern. Zugegeben, das ist missverstaendlich. Das ist aber eben auch bereits die angekuedigte Technik von Ritek, und was Sache ist, steht im Text. ...

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