Der unabhängige IT- und Tech-Kanal!
internet.board.entertainment.games.hardware

  • gulli
  • Nachrichten
  • Second Life: Musik in virtuellen Welten mit ungeklärter Lizenzlage

Second Life: Musik in virtuellen Welten mit ungeklärter Lizenzlage

Den Ärger der Verwertergesellschaften zieht die Online-Welt Second Life auf sich. User haben vielfältige Möglichkeiten, in der virtuellen Welt Musik abzuspielen: die Cyber-Bar und die virtuelle Disco wird jedoch allzu oft mit nicht lizenzierter, urheberrechtlich geschützter Musik beschallt. Eigentlich wären für die virtuellen, öffentlichen Aufführungen Lizenzabgaben fällig.

Dies ist jedenfalls die Ansicht der Österreichischen Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger AKM. Second Life-Betreiber Linden Labs entziehe sich jedoch der Verantwortung für die Lizenzverstöße: diese werden von den Usern begangen, nicht vom Spieleanbieter. Die Beachtung von Copyrights und möglicher Lizenzforderungen lägen in der alleinigen Verantwortung des Users, der Musik in die virtuelle Welt streamt.

Praktisch umsetzbar sei jedoch kaum ein Szenario, an dessen Ende tatsächlich Geld in die Kassen der Gesellschaften fließe. Mit jedem einzelnen virtuellen DJ die Lizenzgebühren auszuhandeln, wäre ein rechtlicher und bürokratischer Overkill. Linden Labs hält sich vornehm zurück und dürfte sich noch auf die geltenden "Safe Harbour"-Regelungen des US-Rechts für Provider verlassen können. Bands und Musiker beginnen darüberhinaus in steigendem Maß, in der künstlichen Welt ihre eigenen Werke zu spielen und auf den zahlreichen virtuellen Livekonzerten in Second Life aufzutreten.

Trotz - oder gerade wegen - der erwartbaren Kritik von Verwerterseite ist die Vorgehensweise von Linden Labs mehr als bemerkenswert. Dass den Usern die Möglichkeiten in die Hand gegeben wurden, die Second Life bietet, haben zu einem reichhaltigen virtuellen Kulturleben geführt, in dem namhafte Künstler wie Suzanne Vega oder Duran Duran schon live spielten. Dass das Eingehen des damit verbundenen Risikos nicht selbstverstänflich ist, zeigt Ed Feltens Bericht von einer nicht namentlich genannten MMORPGs: dort kam die Überlegung auf, den Nutzern virtuelle Instrumente zur Verfügung zu stellen, auf denen sie nach getanem Tagewerk musizieren könnten.

Der Plan wurde wegen der Gefahr von Copyrightverletzungen fallengelassen. Das Unternehmen fürchtete, dass die virtuellen Musikanten auch copyrightgeschütztes Material nachspielen könnten und daraufhin Klagen und Prozesse gegen die Betreiber der Online-Spielwelt folgen könnten.

News Redaktion am Donnerstag, 23.11.2006 16:30 Uhr

tagsTags: musik lizenz Österreich copyright urheberrecht second life linden lab akm mmorpg

Bookmark and Share
 
Weitere interessante News
7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Silvio Remus am 01.12.2006 14:27:52

    Anshe Chung ist inzwischen Millionärin. Ihr Unternehmen in Second Life besitzt 15000000 m² Land und für 2006 erwartet sie einen Umsatz von 650000000 Linden $ (das sind ca. 2,3 Millionen US Dollar). Für Anshe arbeiten übrigens ca. 50 Leute. Und ein Niki Schuh kostet inGame nicht soviel wie ein e ...

  • Newbert am 24.11.2006 17:00:05

    (in deutschland, Stadt vergessen, lebt angeblich eine Chinesin, die mehrere hunderttausend Euro durch solch virtuellen Immobilienhandel erwirtschaftet, ob´s stimmt, keine Ahnung) Sie ist dort der größte Grundstücksmakler und kommt aus Hessen. Sie heißt im Spiel Anshe C ...

  • am 24.11.2006 13:36:42

    @Wandang, Hast ja Recht, aber ich habe schon vor einiger Zeit die Idee des mündigen selbstbestimmten Bürgers verworfen. Wenn Sender wie neun Live Millionen erwirtschaften können oder mit "Quizfragen" wie zB. :"Wer war der Entdecker Amerikas? a)Kolumbus b)Heino" tatsächlich Geld verdient wird, da ...

  • quickx am 24.11.2006 07:18:23

    Ich versteh aber nicht wirklich,warum man ECHTES Geld für son Virtuelles Zeug ausgibt. Wahrscheinlich kosten die Nike Schuhe auch soviel,wie im RL. Ich würd mir überlegen in welchem Leben ich die mir kaufe. ...

  • am 23.11.2006 21:42:08

    Gegen das Spiel an sich is ja nix zu sagen, aber ich finde es bedenklich, wenn echtes Geld mit ins Spiel kommt (im wahrsten Sinne des Wortes). Muss man wirklich in einem virtuellen Nike- Store zig Euro ausgeben, nur damit der Avatar schicker aussieht? Ich bin selber leidenschaftlich ...

weitere Kommentare lesen     Nachricht kommentieren

 
News [Kurioses]

Apple filterte den Begriff "Jailbreak" im iTunes Store

Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr

befreit: ipad 3 & iphone 4s

Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.

mehr mehr lesen...

Browsergames
Gondal World

TOPTIPP: Gondal World

Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich! Escaria spielen

Escaria

Escaria

Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet! Escaria spielen

Artyria

Artyria

Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren. Artyria spielen

Gondal

Gondal

Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer. Gondal spielen

Last Emperor

Last Emperor

Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai. Last Emperor spielen

Nightcreeps

Nightcreeps

Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein. Nightcreeps spielen

gulli:picsArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli RSS NewsPresso Feedsgulli:Newslettergulli twittertgulli bei facebookgulli:news im AppStoreSeitenanfang