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Werbung in Spielen: Werden Spieler zum durchsichtigen Kunden der Werbeindustrie?

Schon im nächsten Jahr wird Spielehersteller Valve in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Werbefirma IGA dynamisch im Egoshooter Counterstrike Werbung schalten. Die meisten Counterstrike-Spieler äußerten sich sehr kritisch in Foren über die neue Werbemethode. Der Datenschutz stellt bei dieser neuen Technik ein besonders großes Problem dar.

Werbung ist im Zeitalter des industrialisierten Menschen allgegenwärtig. Zeitung, Internet und Radio verbreiten die Werbebotschaften der Firmen. Im Zuge der multimedialen Weiterentwicklung müssen ab nächstem Jahr auch Computerspieler die blinkenden Werbetafeln ertragen. In zuvor ausgewählten Flächen im Spiel werden per Internet die Werbeinhalte geladen und auf dem Bildschirm dargestellt. Doch im Gegensatz zu den klassischen Werbeformen hat ein Spiel mit dem Internet einen direkten Rückweg zum Werbevermarkter, was potentiell hohe Lücken im Datenschutz zur Folge hat.

Die Spielehersteller wehren sich gegen die Vermutungen Spieler auszuspionieren. Es würden ausschließlich das Land und die Betrachtungszeit der Werbung zu „statistischen Zwecken“ gespeichert und an einen zentralen Server gesendet. Doch welche Daten wirklich gesendet werden, kann nur der Hersteller wirklich wissen. Da ein Computerspiel direkt auf dem Computer installiert ist, ergeben sich ganz neue Aufzeichnungsarten für die Industrie. Fast sämtliche Informationen des Nutzers könnten mit der Werbung abgeglichen werden.

Ein nicht vorspulbares, nicht umschaltbares und noch hintergründiges Werbeformat ist der Werbeindustrie Musik in den Ohren. Neben den aktuellen Kontroversen im Computerspielsektor, muss sich Suchmaschinengigant Google schon seit langer Zeit kritischen Betrachtungen des Datenschutzes stellen. Mit vielen kostenlosen Desktop-Programmen und Online-Diensten kann das Unternehmen ein komplettes Persönlichkeitsprofil eines Menschen erstellen.

Zuletzt ist es immer eine Frage des Vertrauens zu einem bestimmten Unternehmen. Niemand kann mit Sicherheit feststellen, welche Daten wirklich ausgetauscht werden. Und Vertrauen kann missbraucht werden.

News Redaktion am Freitag, 22.12.2006 10:10 Uhr

tagsTags: google spiel counterstrike werbung

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20 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • am 24.12.2006 14:18:11

    1. Spiele sollten dann gratis werden. (Ich bezahle nicht für Werbung!) 2. Werbetafeln sollten in den Games zerstört und verschandelt werden können. 3. Neue Spielgruppe, Graffiti Sprayer. Dürfen Werbung und Wände in den Games Online verzieren. 4. Verhindern von animierter Werbung bzw. ganze Werb ...

  • unregistred am 23.12.2006 13:35:42

    diese Werbung in Battlefield 2142 is aber aktzeptierbar, ich hab bis jetzt noch keine gesehen:D. Man wird wenigstens extra über einen beiligendem Zettel informiert und wenn ich daran denke wieviele Daten sie alleine schon durch eine zwingende Eingabe von Vor- und Nachnamen beim erstellen eines onl ...

  • thehed am 22.12.2006 19:19:21

    da hat aber jem mut und outet sich als käufer dieser produkte und somit schweigener befürworter dieser technik... wärst du expliziet dagegen hättest du es dir nicht gekauft -.-' Das ist nur bedingt richtig, ich hätte die Werbung nicht akzeptiert (wenn Werbung weggelegt). ...

  • HonkyMan am 22.12.2006 17:15:03

    Alles hat seine Vor- und Nachteile, wobei ich die Werbung in 1.6 unfair finde und sie nur Nachteile mit sich bringt. Steam ist eine Sache für sich, die einen hassen es und die anderen lieben es. Ich selber stehe Steam neutral gegenüber. Man hat auf der einen Seite immer die Upates für all seine S ...

  • am 22.12.2006 15:39:48

    Das machst du vielleicht so aber die Masse machts nicht. Seht euch Bf2142 an, viel Werbung hats zwar bisher nicht (scheint da ein EUrechtsproblem zu geben) ich hatte bisher nur eine (ja Screenshot ist vorhanden :D ) aber es war von Anfang an klar, die bringen Werbung und haben ein SPIO ...

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