
Dass solche Dienstleistungen am Bürger outgesourced werden, mag eine Selbstverständlich sein - solang die entsprechende Sicherheit vor Missbrauch gewährleistet ist. Und so mag es angehen, dass die Mailserver des Terror-Aboversands von der Londoner Mailtrack, einem "Anbieter digitaler Vermarktungslösungen" betrieben werden.
Physikalisch stehen die Server hingegen in der Gegend von Seattle und werden vom US-Provider Level 3 betrieben. Abonniert man die Terror-Alerts beim MI5, erhält man eine Bestätigungs-Mail, in der als Absender zwar wiederum der MI5 eingetragen ist, der Bestätigungslink indessen auf whatcounts.com/bin/confirm?code=[22stelliger Zahlencode] endet.
WhatCounts bietet Servicedienstleistungen zur verbesserten Kundenbindung und Markenloyalität. Das US-Unternehmen hat mit der Abo-Verwaltung natürlich auch Zugriff auf die Daten der sich registrierenden UK-Bürger.
Der MI5 sichert nun natürlich strengste Befolgung des Datenschutzes zu und garantiert die Beschränkung des Zugriffs auf die gespeicherten Mailadressen. Was er jedoch faktisch nicht zusichern kann: denn sämtliche Transaktionen gingen unverschlüsselt vor sich. An jeder Stelle kann der Datenfluss abgegriffen werden. Laut Spyblog ist nicht einmal eindeutig geklärt, in wessen Besitz sich die gesammelten Maildaten überhaupt befinden. US-Gesetzgebung erlaube den Zugriff auf die Daten, sollte dies beispielsweise für die nationale Sicherheit von Interesse sein.
Und möglicherweise ist es in der Tat eine interessante Information, wer sich für den Stand der Terrorbedrohung in Großbritannien interessiert.
Whatcounts hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und die vertrauliche Behandlung der gespeicherten Daten zugesichert. Auch seitens von Spyblog wird angenommen, dass es sich nicht um Absicht, sondern eine etwas zu hastig und fehlerhaft aufgesetzten Informationsplattform handeln könnte. Peinlich bleibt der Vorfall so oder so.
News Redaktion am Freitag, 12.01.2007 12:25 Uhr
Newsletter gibt es hier: https://www.mi5.gov.uk/output/Page575.html ...
Was ich viel interessanter finde, ist dieser Newsletter... Hat da jemand einen direkten Link? Ich finde irgendwie au fderen Homepage nichts. Stelle mir das so ähnlich vor wie immer diese Wettervorhersagen, die man so findet, nur halt auf die aktuellen Terroristenfluktuationen bezogen... ...
OK, da bin ich wieder schlauer. Man hätte jedoch einfach "ausgelagert" schreiben können. Das wäre erstens für jeden verständlich gewesen und zweitens keine krampfhafte Eindeutschung eines englsichen Wortes, die sich nebenbei noch fürchterlich anhört. ...
Schöner Artikel! Was jedoch soll das Wort "outgesourced" bedeuten? :eek: Tja, heute kennt das Wort jedes Kind, leider. ...
Schöner Artikel! Was jedoch soll das Wort "outgesourced" bedeuten? :eek: Outsourcing ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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