
Wie man rabenhorst, dem Weblog von Kai Billen entnehmen kann, sind die Energieprobleme weit davon entfernt, gelöst worden zu sein. Noch immer fehlt es den "Men in Black" an der nötigen Energie, um ihre Computerfarmen in vollem Umfang betreiben zu können, was unter anderem zum Knacken der Ciphertexte nötig wäre.
Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Senats John D. Rockefeller IV betrachtet die Tatsache, dass man beim Geheimdienst zum Energiesparen gezwungen wird, als eine "Art nationaler Katastrophe". Zur Lösung des Problems soll jetzt ein sogenanntes "issue management team" beitragen. Solche Gremien werden bei der NSA im Normalfall nur bei sehr wichtigen Spioanageaktivitäten formiert. Schon seit neun Monaten arbeite man laut dem NSA-Sprecher Ken White zusammen, um die Probleme zu lösen. Deren Problemlösung besteht aber ausnahmslos in der Forderung nach noch mehr Strom.
Wie die Zeitung Baltimore Sun erfahren hat, verbraucht man zur Zeit 65 bis 75 Megawatt pro Stunde und erwartet einen zusätzlichen Bedarf von 10 bis 15 Megawatt. Nicht zu vergessen jeweils fünf Megawatt pro jedes kommende Jahr extra. Der Direktor der NSA hat deshalb zusätzlich zum regulären Haushaltsbedarf nochmal 280 Millionen US$ für das Jahr 2008 und zusätzlich 1 Milliarde US$ für das laufende Jahr eingefordert. Das sind Zahlen, die man selbst im sonst weniger kritischen amerikanischen Rechnungshof angesichts gescheiterter Hightech-Projekte der Agency mit Misstrauen aufnimmt. Der NSA wird auch vorgeworfen, nicht ausreichend auf die Anforderungen des „Terrorist Surveillance Programs“ reagiert zu haben, die Bush mit dem FISA-Gericht ausgehandelt hat. Auch deshalb wurde für März eine Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss angesetzt. Dessen Mitglieder erhoben auch Bedenken, ob die Geheimdienstorganisation ihre Lage in Zukunft realistischer einschätzen und die seit Langem anhaltenden Probleme auch wirklich löschen kann. Nicht zu Unrecht wurde vonseiten der Politiker moniert, man wäre viel zu wenig - wenn überhaupt - eingeweiht worden. Ausschussvorsitzender Rockefeller dazu wörtlich:
"Was sie uns verschwiegen haben, ist so überwältigend groß, dass sie an unserer Stelle über die Magerkeit an Informationen lachen würden".
Die Spitze der NSA scheint in einer ernsten Klemme zu stecken. Anstatt ohne jegliche Rückfrage immer mehr Gelder einstreichen zu dürfen, muss man spätestens im März zeigen, wie die Organisation tatsächlich arbeitet. Sollte man die anhaltenden Energieprobleme nicht löschen können, könnte die Bezeichnung "Men in Black" eine ganz andere, für die Mitarbeiter weniger amüsante Bedeutung erhalten.
News Redaktion am Samstag, 27.01.2007 11:53 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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