
Die "Pre-Doe-Settlements" sollen bis zu 1000 Dollar billigere Vergleichszahlungen zur Folge haben. Klagen gegen Unbekannt, so genannte "John Doe"-Verfahren, sollen in den "Pre-Doe"-Fällen gar nicht mehr eingeleitet werden. Den Rabatt gibt es, wenn die mutmaßlichen Filesharer vor der Verfahrenseinleitung bereits dem Vergleich zustimmen.
Damit will die RIAA praktisch umsetzen, was in Deutschland von den Verwertern bisher juristisch gefordert wird: die Möglichkeit, ohne Gerichtsbeteiligung an das Geld der User zu kommen. Während in Deutschland gefordert wird, dass klagende Verbände und Organisationen auch ohne richterliche Anordnung oder Verfahren die Daten eines Users anfordern können, setzt die RIAA auf die ISPs. Diese sollen einen Musterbrief an die mutmaßlichen Filesharer schicken, in dem auf die verminderte Beilegungssumme hingewiesen wird. Geht der Kunde darauf ein, bekommt die RIAA ihr Geld. Tut er das nicht, folgt die bekannte Prozedur mit Verfahrenseinleitung, Datenherausgabe und (teurerer) Beilegung, alternativ die Zivilklage.
Für die verfahrensfreie "Beilegung" hat die RIAA eine neue Website eingerichtet: www.p2plawsuits.com ist bislang eine Parking Domain, aber das hinderte den Verband der US-Musikindustrie nicht daran, sich einmal mehr lächerlich zu machen. Wired hat rechtzeitig den Screenie gemacht: auf der geparkten Seite war massenhaft Werbung für kommerzielle Filesharing-Seiten geschaltet.
News Redaktion am Mittwoch, 14.02.2007 11:17 Uhr
Diese Säcke versuchen es auf jede erdenkliche Weise, um an das Geld, was angeblich durch Filesharing verloren gegangen ist zu kommen... Nächster Punkt: Wohin fließt eigentlich in Wahrheit der Hauptteil des erbeuteten Geldes ? ;) ...
@nils Genau...! Diese Säcke versuchen es auf jede erdenkliche Weise, um an das Geld, was angeblich durch Filesharing verloren gegangen ist zu kommen...lächerlich, aber leider tägliche Realität!!! Was darf man noch alles erwarten? Gruß ghostuser ...
Rabatt, wenn man im voraus einem (jedem) Vergleich zustimmt? Ist das nicht irgendwie ein Beweis dafür, daß die angeblichen Verluste der Künstler und Labels gar nicht so hoch sein können? damit machen sie mal wieder deutlich, dass es ihnen nicht um ein einklagen ihrer rechte o ...
wenn das in deutschland kommt mach ich auch nen eigenen isp auf und werbe mit "keine logs" danach können arcor telekom und co zu machen :) ...
hat das Kundensterben in meinen Augen noch nicht begonnen. Da sind ja mehr Leute deswegen gegangen, weil der Service seit Jahren suboptimal ist. Alternativen gibt es IMHO sowieso so gut wie keine. Die Antwort auf das WARUM steht in deinem Text und schildert auch das Problem. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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