
Die Open Mobile Alliance hat die veranschlagten Kosten für ihre Handy-Kopierschutztechnik gesenkt. Statt einem Dollar Abgabe pro Gerät und einem Cent per Transaktion (wie beispielsweise einem Klingeltonkauf) sollen Hersteller bzw. Netzbetreiber nun nur noch 65 Cent pro Gerät zahlen, Transaktionen sollen pauschal mit 25 Cent pro Jahr berechnet werden.
Mit den erhobenen Gebühren für Hersteller und Netzbetreiber soll ein Kopierschutzsystem entwickelt und lizenziert werden, welches das unkontrollierte Kopieren von Mediendaten auf Handys unterbinden soll.
Problematisch für die Hersteller und Netzbetreiber ist, dass die entsprechende Technologie der zukünftige Standard sein soll, an welchem alle Beteiligten an sich ein Interesse haben, um die Interoperabilität der Handys sicherzustellen. Auf der anderen Seite befinden sich einige für die Technik zentrale Patente in der Hand einer kleinen Gruppe von in der OMA organisierten Firmen, die sich unter dem Namen MPEG LA zusammengeschlossen haben. Durch ihre alleinige Verfügung über die dem Standard zugrundeliegenden Technik verfügt die Gruppe nun über einiges Potential, Preise zu diktieren. Dementsprechend überrascht auch das neue Angebot weniger, welches für die Lizenznehmer nicht wirklich eine bedeutende Kostenersparnis darstellt.
Die GSM-Alliance, ein Zusammenschluss von GSM-Netzbetreibern, hatte angekündigt, alternative DRM-Technologieanbieter zu kontaktieren, welche kostengünstigere Lösungen erstellen könnten. Daraufhin senkte die MPEG LA das Lizenzkostenangebot.
Sollten sich die Technologieanbieter und DRM-Hersteller nicht einigen, wird eine Vielzahl von proprietären Formaten und Systemen befürchtet, die nicht nur beim Übertragen von Medien von Handy auf Handy zu Problemen führen könnten, sondern auch grundlegende Features der GSM-Handynutzung wie Roaming oder Netzwechsel deutlich erschweren könnten.
News Redaktion am Sonntag, 18.02.2007 13:33 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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