
Unter anderem wurden Titel wie "1984" und "Farm der Tiere" von George Orwell auf den Kindle-Readern entfernt. Anlass lieferten eingegangene Beschwerden vonseiten der Rechteinhaber. Anfangs wurde der US-amerikanische Einzelhandelsgigant aufgefordert, die Werke aus seinem Online-Sortiment zu entfernen. Kurz darauf verschwanden die digitalen Bücher auch von den eBook-Readern der Kunden.
Dass dieses Unterfangen auf das Unverständnis der Kunden stößt, liegt auf der Hand. Amazon hat sich offiziell zu diesem Thema ausgelassen und sich im selben Atemzug dafür entschuldigt. Angeblich soll nun der volle Kaufpreis der gelöschten Werke rückerstattet werden. Zudem will man künftig keine Bücher mehr von den Geräten der Kunden entfernen. Gerechtfertigt wird die Löschaktion mit der Begründung, dass Drittanbieter die Werke zur Verfügung gestellt haben. Das große Manko waren in diesem Zusammenhang die fehlenden Rechte zum Vertrieb.
Zum Vorteil von Amazon hat sich diesbezüglich die drahtlose Verbindung entpuppt. Neben dem hauptsächlichen Zweck der Verteilung von digitalen Werken scheint man auf diese Weise die Bücher auch löschen zu können. Bekannt wurde dieses Phänomen über die hauseigenen Amazon-Foren. Dort beschwerten sich zahlreiche Kunden über verschwundene eBooks. Inwieweit diese Aktion rechtlich überhaupt vertretbar ist, wurde bislang noch nicht untersucht. In den Geschäftsbedingungen des Einzelhandelsgiganten scheint diesbezüglich nichts festgehalten zu sein. Vielmehr ist dort zu lesen, dass Kunden durch den Kauf das Recht erhalten, eine Kopie des Werks dauerhaft auf ihren Lesegeräten zu speichern. (gS-)
(via Informationweek, thx!)
News Redaktion am Samstag, 18.07.2009 17:09 Uhr
Wenn sie die Werke nicht gelöscht hätten, dann wäre sie mit Klagen überhäuft worden und vielleicht wäre dies das Ende gewesen. Die geldgeilen Rechteinhaber kennen wir ja alle zu Genüge. Ist dass das Problem der Käufer? Definitiv nein. Wenn Amazon ein Produkt verkau ...
Wer schlau war, hat sich das Expemplar irgendwie gesichert. Und Amazon hat richtig gehandelt, da es Streit mit den Rechteinhabern gab (u.a. den Erben von Orwell). Wenn sie die Werke nicht gelöscht hätten, dann wäre sie mit Klagen überhäuft worden und vielleicht wäre dies das Ende gewesen. D ...
Übrigens wurde das Buch "1984" 1948 geschrieben, also vor 61 Jahren. Ja, aber versuch mal ne Ausgabe von damals in die Hände zu bekommen :D ...
Tja, wenn Jemand noch für DRM war, der wird wohl nach diesem Aha-Erlebnis dagegen sein. Wieder mal ein Grund um auf illegale Inhalte zurückzugreifen. Übrigens, bei einseitiger Vertragsauflösung ist es nicht nur "Kaufpreis zurückerstatten", sondern es muss auch ein Schadensersatz gefordert werde ...
Gut das die nur eBooks löschen können, sonst muss ich evtl. jeden Tag damit rechnen, dass mein Staubsauger - bei Amazon gekauft - eines Tages nicht mehr auffindbar ist. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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