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Massiver Börsenspam bewirbt Handel für Pennystocks

Jede Woche gehen weltweit mehr als 100 Millionen E-Mails mit verführerischen Angeboten von Aktien, die in ihrem Wert angeblich dramatisch ansteigen sollen auf die Reise. Die Nachrichten aus Übersee enthalten oft unwahre Angaben über angeblich neu entdeckte Vorkommen an Bodenschätzen oder die Neuentwicklung revolutionärer Produkte. Seit wenigen Wochen ist auch der deutschsprachige Raum von dieser Flutwelle bösartiger Börsenmails betroffen.

<shortsplit>Der Aktienspam, der derzeit in Massen durch die Lande geht ist im mehrfachen Sinn tückisch. Die ungefragt versendeten Börsentipps schlüpfen oft mit Erfolg durch den Spamfilter der heimischen E-Mail Clients, da deren Empfehlungen auf vielfältige Art und Weise formuliert wurden. Zusätzlich enthalten die entsprechenden E-Mails nicht einmal einen Link, der die Mail als Junk deklarieren würde.

Auch nach einer Aktualisierung des Junkfilters gehen einen Tag später die nachfolgenden E-Mails erneut durchs Netz, weil deren Absender erneut den Inhalt ihrer Werbebotschaften geändert und auf einen Link verzichtet haben. Beworben wird in blumiger Sprache der hochgradig spekulative Handel von so genannten Pennystocks. Deren Wert liegt oft bei nur 10 Cents bis maximal einem Euro. Angeregt durch die massive Werbung, steigt das Handelsvolumen und in dessen Folge der Börsenkurs der Aktie. Eine Verdopplung des Kurswertes ist dabei nichts Außergewöhnliches. Sobald jedoch einige Aktionäre oder in vielen Fällen die Versender der Werbung selbst ihre Aktien verkaufen, fällt der Kurs wieder ins Bodenlose. Nicht rechtzeitig abgesprungene Anleger, die kurzfristig das schnelle Geld machen wollten, bleiben dann auf den nahezu wertlosen Papieren sitzen. Je nach Menge der erworbenen Papiere ist dies eine sehr effektive Methode massenweise Geld aus dem Fenster zu werfen. Die Betreiber von trojaner-info.de sprechen nicht umsonst von einer Geldverbrennung durch diese Transaktionen. Von den Kosten für den Wertpapierhandel und die Verwaltung der Depots ganz abgesehen, die fallen in auch im Verlustfall an.

Auffällig beim aktuellen Aktien-Spam ist die häufige Angabe illusorischer Drei-Monats-Ziele. Die beworbenen Papiere sollen ohne jegliche Begründung sprunghaft innerhalb von zwölf Wochen in ihrem Wert steigen. Den Leuten wird das Blaue vom Himmel versprochen - Hauptsache sie halten die Aktien von teils insolventen Firmen, sodass die Betrüger in aller Ruhe ihre Anteile rechtzeitig vor dem allgemeinen Kursrutsch verkaufen können.

In den USA hat man bereits Anfang März auf diese neue Welle reagiert. Die US-Bösenaufsicht startete nach einer Flut von ähnlichen Junkmails die "Operation Spamelot". Dadurch wurde der Handel mit Aktien von 35 Kleinunternehmen für kurze Zeit ausgesetzt. Der Schritt soll die Öffentlichkeit aufrütteln und ahnungslose Investoren davor bewahren, Anteile der betroffenen Firmen zu kaufen. Die Fahndung der Behörde nach den Autoren der "Kursraketen" läuft bis dato noch.

News Redaktion am Montag, 26.03.2007 12:23 Uhr

tagsTags: spam aktien junkmail spamelot kursraketen pennystocks

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3 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Ghandy am 26.03.2007 17:11:29

    Ja, das sehe ich auch so. Die suchen sich nicht gezielt Leute heraus, die sie zuspammen. Das Thema war nicht so mega brandneu aber gerade in den letzten zwei Wochen bin ich arg von denen zugemüllt worden. So auch heute: "Hallo lieber Aktienfreund! Wir empfehlen Ihnen dringend, sich folgende Aktie ...

  • am 26.03.2007 17:05:03

    die suchen die sich einfach wild aus dem netz, sprich auch leute die sich cniht für die börse interressieren werden damti zugebombt. ...

  • Snew am 26.03.2007 15:43:12

    Nur eigenartig, wie die die Email-Adressen herauskriegen! Ich habe ansich nichts mit Börse zu tun (ausser mal n Börsenspiel der Sparkasse) und trotzdem wurde ich noch vor ein paar Tagen mit diesen Mails zugeschüttet. Das da kein Spamfilter was machen kann ist klar, es werden nämlich keine Texte ...

  • gullinews am 26.03.2007 12:20:07

    Jede Woche gehen weltweit mehr als 100 Millionen E-Mails mit verführerischen Angeboten von Aktien, die in ihrem Wert angeblich dramatisch ansteigen sollen auf die Reise. Die Nachrichten aus Übersee enthalten oft unwahre Angaben über angeblich neu entdeckte Vorkommen an Bodenschätzen oder die ...

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