
Michael Haentjes, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Phonoverbände, sieht die IFPI auf dem richtigen Weg.
"Zwar kommen auf einen legalen immer noch rund 14 illegale Downloads, aber die Zahlen bestätigen unsere Strategie. Allein seit Jahresbeginn haben wir 15.000 Strafverfahren eingeleitet und werden diese Zahl bei Bedarf weiter erhöhen ... Wir wollen niemanden kriminalisieren, aber die aktuelle Rechtslage zwingt uns dazu, den Weg der Strafverfahren zu gehen."
Diese Pläne kritisiert das Netzwerk FairSharing, bestehend aus dem Netzwerk Freies Wissen, der Grünen Jugend, dem Foebud e.V. und der Attac AG Wissensallmende scharf. Julian Finn von FairSharing:
"Es ist ungeheuerlich, dass die Musikindustrie auch 15 Jahre nach Erfindung des mp3-Formates und neun Jahre nach Gründung der Tauschbörse Napster immer noch nicht in der digitalen Realität angekommen ist. ... Anstatt an echte Alternativen zu denken, wie beispielsweise die Einführung einer Kulturflatrate, wird auf Digitale Rechte-Minimierung (DRM), Kriminalisierung und massive Lobbyarbeit zurückgegriffen."
Die IFPI gibt sich philantropisch: Schadenersatz- und Vergleichszahlungen will man nicht in die eigene Tasche stecken, sondern für Projekte zur musikalischen Grundbildung eingesetzt werden. Im Schuljahr 2007/2008 will die IFPI an 2.500 Schulen bundesweit rund 100.000 Musikstunden fördern.
"Wenn in einzelnen Bundesländern bis zu 80 Prozent des Musikunterrichts ausfallen, brauchen wir uns nicht darüber wundern, dass es gerade in der jungen Generation an Bewusstsein dafür mangelt, welchen Wert Musik und geistiges Eigentum haben."
Eine Propaganda-, bestenfalls Alibimaßnahme, so die FairSharing-Kritik. Sebastian Brux von der Grünen Jugend dazu:
"Anstatt die Jugendlichen vernünftig aufzuklären und sie auch von ihrem Recht auf private Kopien zu informieren wird hier versucht, Schulhöfe zu indoktrinieren. Wir fordern Schulrektorinnen und Lehrerinnen auf, eine solch gezielte Desinformation zu verhindern."
Angesichts der Statements der IFPI ist in der Tat ein einseitiger Unterricht zu erwarten. Gefordert werden von der IFPI unter anderem "klare Regelungen zur Privatkopie" sowie ein Verbot intelligenter Aufnahmesoftware, mit der sich aus Internetradios vollautomatisch maßgeschneiderte CDs zusammenstellen lassen. Die Privatkopie wird von der IFPI offenbar nicht als ein Recht anerkannt, sondern als reines Problem. So verhindere "...der weiter wachsende Anteil von Privatkopien nach wie vor den Turnaround," so Peter Zombik, Geschäftsführer der deutschen Phonoverbände.
News Redaktion am Freitag, 30.03.2007 13:35 Uhr
hat das irgendwelche konsequenzen für mich und meine napster-flatrate thx ...
falsch! damit ist man genau da, wo heutige superstars nunmal sind. einmal bei viva/mtv durchzappen und du weißt was ich meine ;) Darum das kommerziell ja auch nur in Klammern. Ich glaube, "professionell" träfe es da besser (das schließt nämlich auch Beethoven und Co. mit ein) ...
Denn wenn man die Tonleitern auf der Klaviatur kann, die Abstände von Dreiklängen hinkriegt und irgendwas singen kann, so ist man von der (kommerziellen) Musik noch Welten entfernt. falsch! damit ist man genau da, wo heutige superstars nunmal sind. einmal bei viva/mtv durchzap ...
Mein Opa sagt, lasst das mal mich machen, Jungs. Sagt mir was ihr wollt und ich besorgs. einem alten Hartzer (v4.0) können die gar nichts. Alter, das ist Fair Sharing :T Dein Opa ist echt geil Mann! :T ...
Mein Opa sagt, lasst das mal mich machen, Jungs. Sagt mir was ihr wollt und ich besorgs. einem alten Hartzer (v4.0) können die gar nichts. Alter, das ist Fair Sharing :T ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
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Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
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