
Die fordert seit Jahren DRM-freie Musik, die überall problemlos abspielbar ist. Diesen Februar schloß sich Steve Jobs dieser Forderung an - die Taten folgen nun.
DRM-freie, kompatible Downloads boten lange Zeit neben den Indies nur die viel geschmähten Tauschbörsen. Nun auch der Apple-Shop, der mit erhöhten Preisen für die Tracks ohne Kopierschutz nebenbei belegt, dass DRM-freie Tracks ein besseres und wertvolleres Produkt sind - entgegen der Propagandabehauptungen, DRM sei ein "Dienst am Kunden".
DRM gibts immer noch bei iTunes, die kopierschutzfreien Files sind mit 1,29 Euro dreißig Cent teurer. Fürs Geld kriegt der Kunde immerhin höher codierten Sound, 256 kBit pro Sekunde sorgen für gute Qualität. Und natürlich auch für doppelte Dateigrößen. Ein Schelm, der böses dabei denkt - denn ob man nun 4 MB oder 8 MB kurz an den Freund mailen mag, dürfte den meisten gängigen Mailboxen herzlich egal sein.
"Unser Ziel ist, den Kunden die bestmögliche digitale Musik zu bieten. Mit DRM-freien Downloads gehen wir gegen die fehlende Interoperabilität (von Songs und Playern) vor, die viele Fans frustriert. Wir glauben, dass die Verkaufszahlen steigen, wenn wir den Kunden die Möglichkeit geben, qualitativ hochwertige Tracks zu kaufen, die sie auf jeder Plattform abspielen können."
So Eric Nicoli, CEO der EMI Group. Man mag sich über den Preis streiten, mit dem Format machten Apple und EMI jedoch einen wichtigen Vorstoß, dem andere Majors hoffentlich folgen werden. 2007 soll das Jahr von mp3 werden - der kleine Schlenker über AAC sollte bei der gebotenen Bitrate nicht stören. Auch wenn man konvertieren müsste - das darf man nun ja.
Der erste Schritt in die richtige Richtung, so die Initiative FairSharing, die sich für eine Kulturflatrate und die Legalisierung von Tauschbörsen einsetzt. Beklagt werden die höheren Preise, die "weniger zahlungskräftige Kunden in die DRM-Falle treiben".
Darüber hinaus beklagt Sebastian Brux, Vertreter der Grünen Jugend im Netzwerk, die weiterhin ungebrochene Klagewut des Musikindustrieverbandes IFPI, dem auch die Firma EMI angehört:
"Auch wenn sich EMI gerade im Schein der Kundenfreundlichkeit sonnt, werden immer noch tausende, vor allem jugendliche Menschen verklagt und finanziell ruiniert."
So hatte EMI in der Pressekonferenz angekündigt, auch weiterhin in aller Schärfe gegen so genannte Piraterie vorzugehen. Dabei gebe es zum Beispiel mit der Kulturflatrate "praktikable Alternativen zum Terror von Hausdurchsuchungen, Anwaltsschreiben und Strafzahlungen".
News Redaktion am Montag, 02.04.2007 18:21 Uhr
Hab die News eben erst aufmerksam gelesen. Also wenn die Titel 30 Cent mehr kosten bleibe ich doch lieber bei der Variante "Napster+Tunebite". 10€ und Musik-Nonstop. Eigentlich so wie man es will. Was das "kopierschutzfrei" angeht: Ich glaube nicht an die heile EMI-Welt. Sicherlich stecken ...
Jetzt noch alles zum selben Preis im lossless Format (am besten FLAC) anbieten, und endlich ist alles so wie ichs mir vorstelle (gute Auswahl vorausgesetzt). :T ...
Mich würde mal interessieren was mit den iTunes Song-Gutscheinen passieren wird. Habe aktuell noch knapp über 40 Lieder, welche ich mir bei iTunes aussuchen kann ;) Das man schon gekaufte Lieder vom Kopierschutz befreien kann ist war löblich und gut, aber die 128kbit werden ja leider nicht besse ...
Also ich werde sicherlich das ein oder andere Album kaufen... einfach um ein Zeichen zu setzen... wenn die Verkaufszahlen bei EMI dann schlagartig in die Höhe schnellen, werden sicherlich die anderen Major Labels nachziehen und das Thema DRM ist endlich Geschichte :) ...
1,29 € für 256kBit AAC? Ja nee, is klar. Und für den Kopierschutzverzicht sollen wir vielleicht auch noch dankbar sein? Na gut, dann hiermit: Danke, liebe EMI, dass wir mehr dafür bezahlen dürfen, nicht ganz so schlimm verarscht zu werden Bevor die Flachpfeifen nicht Einzelson ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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