
Nach Wisconsin ist North Dakota nun der zweite US-Bundesstaat mit einer Gesetzgebung gegen RFID-Implantate. Ein entsprechendes Gesetz wurde letzten Mittwoch vom Gouverneur John Hoeven unterzeichnet. Damit ist es ausdrücklich verboten, eine Person zur Injektion eines RFID-Chips unter die Haut zu zwingen. Hoeven verteidigte den legislativen Schritt in einem Interview als eine Maßnahme zum Schutz der Privatsphäre. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass das Gesetz die Möglichkeit für RFID-Implantate auf freiwilliger Basis offen ließe: So könnten sich Soldaten, die im Krisenfall leichter zu bergen sein wollen, einen Ortungschip implantieren lassen.
Wenn auch mit dem Gesetz ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan wurde, so halten Kritiker der Gesetzwerk für zu vage und nicht ausreichend. So kritisiert Michael Shamos, Sicherheitsexperte an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, das Gesetz als "hastig erstellt"; es könne "unvorhersehbare Konsequenzen" haben. Vor allem die Beschränkung des Verbots auf das Injizieren des Chips sei fatal - RFID-Chips könnten genauso über die Speiseröhre in den Körper gelangen. Für Shamos' Bedenken gibt es konkrete Anlässe - so hat Kodak im Januar ein US-Patent für einen "essbaren" RFID-Chip eingereicht.
Die Unzulänglichkeit des neuen Gesetzes wird auch seitens der Legislative eingesehen. Der demokratische Abgeordnete Martin Schneider, für das Zustandekommen der Gesetzinitiative verantwortlich, ist einerseits froh, etwas gegen den Trend zu Überwachungschips erreicht zu haben; auf der anderen Seite bereut er, dass das Gesetz die Industrie nicht daran hindern werde, "diese Dinger in alles, was wir kaufen, zu implantieren".
News Redaktion am Freitag, 13.04.2007 19:57 Uhr
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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