
"In Zukunft müssen Hoster und Provider Spitzeldienste und Spitzelschnittstellen für die EU und die jeweiligen Staaten anbieten. ... Da die Installations- und Überwachungskosten für den ganzen Schnick-Schnack einiges an Geld kosten, auch wenn eine Anfrage mit lächerlichen Beträgen abgespeist werden soll, so werden wir die Kosten auf die Forenmaster, etc. umlegen müssen. Alleine die Zeit, die jetzt schon mit dem Lesen dieser Dinge drauf geht, kostet ein kleines Vermögen.
Wenn die aktuellen Pläne umgesetzt werden müssen, so bedeutet das mindestens 3fache Preise. 3fach deshalb, weil einige ihre Foren o.ä. aufgeben werden und der Rest die Kosten tragen muss. Sollten zu wenige diese Preiserhöhung akzeptieren würden wir ggf. zumindest das Forenhosting und alles wo Kommentare und Userregistrierungen möglich sind: einstellen."
So Alex' Ankündigung letzten Monat, der nun das Statement folgte, dass in der Tat im Lauf der nächsten Jahre das komplette Parsimony-Angebot eingestellt werden soll:
"Anfang 2010 wird das gesamte Parsimony-Hosting ausgelaufen sein, dann fallen auch parsiq und Forenchecker weg.
Umzugsmöglichkeiten incl. Mitnahmen der Daten bereiten wir vor, es besteht auch keine zeitliche Not, da wir den gesamten Ausstieg über 3-4 Jahre verteilen."
Mit Parsimony stirbt durch den sich permanent verschlimmernden Spitzelwahn ein Stück deutscher Internetgeschichte. Die oft als nicht mehr zeitgemäß betrachtete Technik hinter dem Forenhosting hätte dabei eine bessere Zukunft verdient - flexible Darstellungsformen und die Einbindung innovativer Technik hatten das Parsi-Angebot über die Jahre hinweg für tausende von Forenbetreibern attraktiv gehalten. Als einer der ersten Anbieter setzten Parsimony Wikis ein, lange bevor die Wikipedia ihren Siegeszug antrat. Bots und intelligente Skriptlösungen und eine trotz der Größe hervorragende Kundennähe taten ein weiteres.
Ganz zu Ende ist die Parsimony-Geschichte jedoch nicht. Gerade die Orientierung an altbewährter Technik und Struktur - Parsimony-Foren sind stark am Usenet orientiert - könnte zu einer Stärke der Zukunft werden. Alex:
"Langfristig wird die Idee des alten Internets wieder interessanter, schließlich war es ja einmal entworfen wurden um Kommunikation im Atomkrieg weiter laufen zu lassen. Dafür ist es sinnvoll keinen einfachen zentralen Web-Server zu benutzen, sonder bestenfalls einen Web-Server als Interface. Am besten ist es verteilt zu arbeiten, so wie das Usenet und am Ende ein sogenanntes Darknet über p2p."
News Redaktion am Mittwoch, 16.05.2007 11:23 Uhr
ich finde, man sollte in jede wohnung kameras anbringen, könnte ja sein, dass dort terroristen wohnen. ist ja auch nicht so schlimm, wenn man nix zu verbergen hat. remember remember the 22nd of november.... ...
Damit wird das Problem nicht gelöst sondern nur verlagert. Man muss endlich gegen die Politik was hier herrscht ankämpfen.Obwohl es zwangsläufig in diese Richtung (oder eine ähnliche) tendieren wird, geht es immer mehr in Richtung Überwachungsstaat. Armes Deutschland, ab ...
Wie sieht's dann eigentlich mit eBay aus? Zum einen ist Ebay nicht kostenlos, kriegen somit genügend Geld für eine "Überwachung", aber andererseits dort wo man eine Überwachung sogar wünscht (bei den vielen schwarzen Schaafe), wird nicht genügend gemacht. Aber gut, ...
Mhh, die Entwicklungen deprimieren mich wirklich sehr! Wie sieht's dann eigentlich mit eBay aus? Die müssen dann ja jeden Artikel vor dem Einstellen überprüfen. Gewiss können die sich hin und wieder Verfahren und Strafgelder leisten, aber wie lange noch, wenn die Politiker so weiter machen? Mu ...
frei nach gbo (sir tobi war glaub ich der verfasser): "Die Sache mit geht so lange gut bis sich die Menschen daran erinnern was man mit ein paar Fackeln und Mistgabeln alles machen kann" ^^ ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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