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TE-SAT: Europäischer Terrorismus- und Trend-Report erschienen

TE-SAT 2007 heißt die 44 Seiten dicke Studie über die Terrorgefahr und den Stand der terroristischen Bedrohung in Europa. Einen Blick wert ist das Papier allemal - angesichts dessen, wie mit der Terrorhysterie permanent Ängste geschürt und Rechte beschnitten werden, lässt der erste Terrorbericht der Europol an mancher Stelle durchaus tief blicken.

Denn der vielbeschworene islamische Terrorismus genießt gemessen an der Zahl der tatsächlich verübten Anschläge immense Aufmerksamkeit. 498 terroristisch motivierte Angriffe vermeldet der Jahresreport für 2006. Anzahl der islamistisch motivierten Anschläge: ein einziger. Der Löwenanteil terroristischer Angriffe geht auf die Kappe von sepataristischen Bewegungen - der ETA in Spanien, der korsischen Unabhängigkeitsbewegung in Frankreich. Interessant, vergleicht man die Medienaufmerksamkeit und ihre Ausrichtung.

Wie üblich übersteigt die Zahl linksextremistischer Anschläge jede der Rechten bei weitem. Der Grund: linke Anschläge würden dem Terrorismus zugeordnet, rechte Gewalttaten werden jedoch größtenteils unter "Extremismus" subsummiert. Diese Kategorisierung wird im Europol-Bericht explizit dargestellt, obgleich zugegeben wird, dass nur eine "Minorität" linker Übergriffe auf Personen gerichtet seien.

Trotz dieser Analysen wird der islamistischen Terrorgefahr breiter Raum eingeräumt. Vor allem die wachsende Medienpräsenz der islamistischen Propaganda und die steigende Qualität ihrer Videos und deren Übersetzung wird betont. Dass trotz verbesserter Agitation immerhin ein Anschlag vermeldet wurde, benennt der Bericht nicht.

Auf der anderen Seite gibt er bereits in der Einleitung bereitwillig zu, was gewisse Hardliner nicht wahrhaben wollen. Von einer erwiesenermaßen steigenden Terrorgefahr kann keine Rede sein. Einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen wolle der Bericht durchaus liefern, aber angesichts veränderter Methodologien sei es "schwierig, Ergebnisse mit jenen früherer Berichte zu vergleichen und Trends festzustellen".

News Redaktion am Mittwoch, 16.05.2007 12:13 Uhr

tagsTags: anschlag analyse islamismus 2007 jahresbericht europol terrorismus terror trends seperatismus

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • opensky.cc am 17.05.2007 03:06:45

    Denn der vielbeschworene islamische Terrorismus genießt gemessen an der Zahl der tatsächlich verübten Anschläge immense Aufmerksamkeit. 498 terroristisch motivierte Angriffe vermeldet der Jahresreport für 2006. Anzahl der islamistisch motivierten Anschläge 1.[/QUOTE ...

  • Ermittler am 16.05.2007 19:38:39

    498 terroristisch motivierte Angriffe vermeldet der Jahresreport für 2006. Anzahl der islamistisch motivierten Anschläge: ein einziger. Was 498 zuviel sind Vielleicht sollten Sie sich Nachrichten lieber bei Heise vorlesen lassen. Lese ...

  • G.L.R. am 16.05.2007 17:42:43

    @E. Teach sehr guter Kommentar !:T Jedem muss bewusst sein, dass hundertprozentige Sicherheit nie möglich sein wird ! Wisst Ihr, ich kann einerseits verstehen, dass der politiksüchtige Schäuble nicht die Hände in den Schoß legen will und sagt :"Ich kann ja eh nichts tun"! Außerdem will jed ...

  • E. Teach am 16.05.2007 17:34:05

    Was 498 zuviel sind Darüber kann man nicht streiten. Nur welche Konsequnzen ergeben sich daraus. Opfern wir nun die Bürgerrechte um uns in trügerischer Sicherheit wiegen zu lassen? Geben wir am Kreissaal pauschal Fingerabdrücke und Genproben ab? Jedre könnte ...

  • G.L.R. am 16.05.2007 17:12:07

    also das mit der einteilung find ich auch komisch - wenns linken Terrorismus gibt,dann kanns auch rechten geben !:dozey: Überhaupt finde ich, dass die ganzen links-rechts Einteilung oft an ihre Grenzen stößt! Überlegt euch mal : NPD und Linke sind gegen Hart IV und gegen vor, sich für die Arb ...

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