
Younes Tsouli (23), Waseem Mughal (24) und Tariq al-Daour (21) müssen sich vor dem Woolwich Crown Court in East London verantworten. Sie sollen verschiedene gewaltverherrlichende und den Terrorismus fördernde Materialien im Internet verbreitet haben: Anleitungen zum Bau von Autobomben und Sprengstoffgürteln, Videos von Enthauptungen westlicher Geiseln, Dschihad-Propaganda. Der Vorsitzende der Verhandlung, Richter Peter Openshaw, hatte allerdings ein Problem: er konnte den Ausführungen der Anklage nicht ganz folgen.
"Das Problem ist, dass ich diese Sprache nicht verstehe. Ich verstehe nicht, was eine Website ist", gestand der Richter bei der Verhandlung am Mittwoch ein. Staatsanwalt Mark Ellison musste die Befragung der Angeklagten kurz unterbrechen, um dem 59jährigen die Begriffe "Website" und "Forum" zu erläutern. Viel geholfen scheint es allerdings nicht zu haben: Beim anschließenden Wortwechsel bekundete Richter Openshaw, er habe "das Konzept nicht ganz begriffen".
Angesichts des Auftrittes eines Computer-Experten am kommenden Prozesstag schloss der Richter die Verhandlung am Mittwoch mit den Auffordergun an den Staatsanwalt: "Sagen Sie ihm, dass er sich unkompliziert fassen soll. Wir werden bei den Basics anfangen."
Der kuriose Prozess dauert an.
News Redaktion am Freitag, 18.05.2007 02:45 Uhr
Ich denke auch, dass die Äußerung des Richters Respekt verdient. In der heutigen Welt nimmt die Zeitspanne bis zur Halbwertszeit des Wissens immer mehr ab. Bei zunehmender Tätigkeitsdauer und vor allem bei der zusätzlichen Wissensexpansion nimmt da -insbesondere bei der interdisziplinären Täti ...
Ja schön und gut, dass er dazu steht, aber das solch eine Unwissenheit in solch hohen Ämtern vorhanden ist.... beschämend.. MFG German_E$cobar ...
erst ma respekt das er zugegeben hat das er keinen plan von der materie hat. wie soll er auch man kann einfach nicht davon ausgehen das sich jeder mit moderner technik auskennt. er fällt ja genau in die altersgruppe die entweder viel ahnung haben oder eben gar keine. in der verhandlung um diesen fa ...
Anders in Deutschland am LG Hamburg: Dort haben manche Richter scheinbar auch keine Ahnung, geben es nicht zu, machen trotzdem weiter und setzen Urteile in die Welt, die so weit vom "im Namen des Volkes" entfernt sind, wie der Mon von der Erde. Was wäre eigentlich, wenn die Ri ...
lol dem gehts nicht anders als 99% der deutschen politiker. Aber ich denke nicht das es zu einer Verurteilung kommen wird. Weil der Richter wohl keine vorurteile hat.Sonst würde er sie einfach labern lassen und schuldig richten sowie sie es in DE mit den Hamburgern gemacht haben. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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