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Kids im Netz: Verbotene Seiten beliebt, Firefox mit Vista-Problem

40% der Kinder unter 16 Jahren haben bereits Seiten im Netz gesehen, die für ihr Alter nicht angemessen sind oder deren Besuch durch die Eltern untersagt waren. An sich trivial: aber es geht nicht nur um Jugendschutz und Pornografie, sondern die Preisgabe persönlicher Daten.

Dies ergab eine Studie in Großbritannien, nach der schon 20% Dritten gegenüber ihre Handynummer im Netz gaben, ein Drittel den vollen Namen nannten und 12% die Adresse.

Zeitgleich warnt die Mozilla Foundation, dass der aktuelle Firefox 2.0.0.4 die Kindersicherungen von Vista noch nicht vollständig implementiert hat. Direkte Dateidownloads entziehen sich noch der Altersverifikation von Vista und den damit einhergehenden Beschränkungen.

Erfreulich sind jedoch die Schlussfolgerungen, die aus dem Status Quo gezogen werden. Tom Ilube, CEO vom Studienersteller Garlik weist darauf hin, dass Kinder über die Gefahren der Internetnutzung aufgeklärt werden müssen. Insbesondere sieht er die Eltern in der Pflicht, die mit ihren Kindern einen Verhaltenskodex für die Netznutzung ausmachen sollten. Inbegriffen sollte sein, dass die Kinder keine persönlichen Daten wie Adresse oder Telefonnummer online preisgeben sollen.

Die üblichen Forderungen - Kindersicherung, Zensursoftware, Seitensperrungen, Logfile-Überwachung - spricht Ilube indessen nicht an. Einziger "Eingriff" in die Privatsphäre der Kinder: Eltern sollten seiner Ansicht nach die Passworte ihrer Kinder kennen. Von ihnen Gebrauch machen sollen sie jedoch nicht - nur klarstellen, dass sie es im Fall der Fälle könnten.

Möglicherweise der Einstieg in eine etwas unaufgeregtere Debatte über Kinder- und Jugendschutz im Netz. Auf der anderen Seite rückt die Studie einige Sichtweisen wieder zurecht: immerhin 20% aller Minderjährigen haben sich schon mit jemandem getroffen, den sie im Netz kennen lernten, 5% tun dies gar regelmäßig. Demnach existieren im Netz neben Pädophilen und Kindermördern offenbar eine sehr große Zahl völlig gesunder Menschen. Auch wenn man gelegentlich den Eindruck gewinnen mag, dem sei nicht so.

News Redaktion am Freitag, 01.06.2007 16:22 Uhr

tagsTags: internet privatsphäre firefox jugendliche eltern vista kinder kindersicherung

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15 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Laird_Dave am 04.06.2007 11:30:00

    mein sohn den ich irgendwann mal haben werde wird eh in der lage sein jede form von zensur zu umgehen(ich werd ihm das beibringen um ihm zu nem selbstbestimmten leben zu verhelfen) also kann ichs auch gleich sein lassen. außerdem bin ich gegen zensur. ich bring den kids bei dass sie keinen mist mac ...

  • am 02.06.2007 12:55:31

    Wenn die Kids zu Hause nicht ins Internet dürfen, gehen sie zu Freunden, bei denen sie dürfen. Dort entziehen sie sich dann jeder elterlichen Kontrolle und Einflussnahme und machen um so mehr das, was ihnen verboten wurde. Und zwar deshalb, weil es ihnen verboten wurde. Mir als Vater ...

  • hatsumi am 02.06.2007 12:52:41

    Das größte Problem heutzutage ist doch, daß die meisten Kinder über Computer und Internet besser Bescheid wissen als die Eltern. Viele Eltern sind so dermaßen planlos, daß die schon zufrieden sind, wenn der Sprößling vorm Computer hockt und ruhig ist als irgendwo draußen rum ...

  • A John am 02.06.2007 12:42:51

    ich empfinde es, im gegensatz zu vielen hier, als falsch dem kind im frühen vorpupertären alter solche medien zur hand zu geben. sie können in den meisten fällen nicht rational entscheiden und sind leichtsinnig. Wenn die Kids zu Hause nicht ins Internet dürfen, gehen sie ...

  • Asmodeus am 02.06.2007 12:22:03

    Das größte Problem heutzutage ist doch, daß die meisten Kinder über Computer und Internet besser Bescheid wissen als die Eltern. Viele Eltern sind so dermaßen planlos, daß die schon zufrieden sind, wenn der Sprößling vorm Computer hockt und ruhig ist als irgendwo draußen rumzuhängen und Bl ...

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