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O'Reilly: Buchverkauf vs. Buchdownload

Neben Galileo Press bieten einige weitere Buchverlage freie Downloads ihrer Titel an: O'Reilly ist einer von ihnen. Eine Studie zum Verhältnis von Buchverkäufen und Downloads stellt der Verlag nun ins Netz. Fazit: eine negative Auswirkung von freien Downloads auf die Buchverkäufe kann nicht festgestellt werden.

Wenngleich die Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind. O'Reilly untersuchte nur einen Titel - "Asterisk: The Future of Telephony" - und verglich die Verkaufstrends mit den Downloadzahlen eines von fünf Mirrors, auf dem das Buch unter CC-Lizenz zum kostenfreien Download lag.

Ergebnis: Per se zerstört das freie Download-Angebot eines Buchs nicht den Markt im Print. Mit über 19.000 verkauften Exemplaren ist der Titel für ein recht spezielles technisches Werk gut verkauft worden und steht auf Platz 23 der Alltime-Charts der O'Reilly-Bücher.

Das Verhältnis Downloads/Sales klafft tatsächlich weit auseinander: allein auf dem einen untersuchten Downloadmirror wurde der Titel über 180.000 mal heruntergeladen. Dem schnell ansteigenden Downloadvolumen, nachdem das Buch frei angeboten wurde, steht laut O'Reilly jedoch kein äquivalentes Abfallen der Verkaufszahlen gegenüber. Zwar könne man nicht belegen, dass ohne das freie Angebot noch mehr Exemplare verkauft worden wären, jedoch sei der Titel trotz des kostenlosen Downloads das kommerziell erfolgreichste Buch zum Thema Asterisk geworden.

Für O'Reilly ein Indiz dafür, dass gegen den freien Download eines E-Books wenig spricht. Die Entwicklung Verkauf/Downloads will man in Zukunft noch etwas genauer beobachten. Doch es ist anzunehmen, dass sich die jetzigen Ergebnisse wiederholen. Das Publikum eines hochspezialisierten O'Reilly-Titels dürfte durchaus Bescheid wissen, wenn ein benötigter Titel frei im Netz verfügbar ist - anders als beispielsweise der typische Leser von Romanen. Dass die Titel dennoch gut verkauft werden, belegt, dass nicht die Unwissenheit der Käufer zum Erwerb des gedruckten Buchs führt, sondern ihre bewusste Entscheidung.

News Redaktion am Montag, 04.06.2007 13:07 Uhr

tagsTags: download ebook voip verkauf o'reilly asterisk telefon

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2 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • em_di am 05.06.2007 09:58:03

    oder auch als schnelles und überall zugängliches nachschlagewerk. ich hab auch das ein oder andere buch als print und als ebook. wenn ich dann halt grad in ner vorlesung bin oder so, kann ich schnell auf das ebook und dessen inhalte zugreifen, und daheim kann ich gemütlich im print blättern. ...

  • am 04.06.2007 23:43:37

    im moment sehe ich dadurch wirklich keine gefahr für den Autor/Verlag wenn Bücher auch umsonst angeboten werden, da im moment die meisten bildschirm nicht lesetauglich sind. Es ist nunmal angenehmer ein Buch zu lesen als Seitenlang vom Bildschirm. Eine Onlineveröffentlichung, als E-Book kann alle ...

  • gullinews am 04.06.2007 13:06:44

    Neben Galileo Press bieten einige weitere Buchverlage freie Downloads ihrer Titel an: O'Reilly ist einer von ihnen. Eine Studie zum Verhältnis von Buchverkäufen und Downloads stellt der Verlag nun ins Netz. Fazit: eine negative Auswirkung von freien Downloads auf die Buchverkäufe kann nicht fe ...

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