
Die Vorbereitungen der Wahlsaison mit der Wahl der Delegierten sind im vollen Gang. Jeder Präsidentschaftskandidat der beiden großen Parteien, also der Demokraten und der Republikaner, benötigt die Bestätigung durch den Parteitag. Die Delegierten einer Partei für diesen Parteitag werden in den Vorwahlen (primaries) bestimmt. Die Forderung nach härteren Strafen ist für diese Kandidaten vielleicht eine Möglichkeit, Pluspunkte beim Wahlvolk zu sammeln. Und natürlich auch, um für ihre Werbekampagnen für die Wahl im November 2008 Geld einzusammeln.
Bei den neuesten Anhörungen im Juni haben sich mehr und mehr Ausschüsse und Subgremien des Kongresses mit der so genannten "Campus Piraterie" beschäftigt. Das Komitee für Wissenschaft und Technologie und das hausinterne Justizkomitee haben Anfang Mai diverse Schreiben an die Verwaltungen der Unis verschickt, um sich zu erkundigen, wie man gedenkt, das dortige Filesharing einzudämmen. Die Liste der Universitäten hat man direkt von der RIAA (Recording Industry Association of America) erhalten. Noch am Dienstag hatte Bart Gordon, ein Vorsitzender des Komitees für Wissenschaft und Technologie und Vertreter der Demokraten aus Tennessee verlauten lassen, dass es ihm nicht nur um die Lizenzgebühren geht, die der Industrie beim Filesharing entgehen. Die Netzwerke der Unis wären dadurch verstopft worden, diese Aktivitäten würden dem pädagogischen und wissenschaftlichen Auftrag der Universitäten entgegen laufen. In 2006 hat er $4,500 von der RIAA und MPAA (Motion Picture Association of America) für seine Werbekampagne erhalten. Repräsentant Tom Feeney von den Republikanern schlug vor, der Kongress sollte seine Mittel an die Universitäten einfrieren, bis die Einhaltung der Gesetze dort effektiv sichergestellt sei. Für 2008 hat er bereits $1,000 von der MPAA erhalten, weitere eintausend Dollar für seine Kampagne in 2006.
Der Texaner Lamar Smith von den Republikanern erhielt $7,500 von der RIAA in 2006, weitere $1,000 sind bereits für die neue Wahl auf sein Konto geflossen. Der Demokrat Wexler bekam in 2006 $9,000 von der RIAA, die MPAA dürfte einen ähnlichen Betrag dotiert haben. Die radikale Verfechterin des Copyright und Demokratin Mary Bono aus Kalifornien erhielt ebenfalls vergleichbare Summen von den beiden Organisationen. Die Zuwendungen werden von der RIAA und MPAA teils monatlich, teils vierteljährlich veröffentlicht, die Zahlungen unterliegen aber gesetzlichen Regelungen und sind von ihrer Höhe her limitiert. So genannte Political Action Committees (PAC) gründen sich, um Abgeordnete oder Wahlbeamte der Regierung zu unterstützen oder sie zu bekämpfen. Viele Amtsinhaber gründen aber auch eigene PACs, um ihre aufwändigen Wahlkampagnen finanzieren zu können.
Diese Lobbygruppen und die erhebliche Rolle, die Geldmittel in der amerikanischen Politik spielen, sind sehr kritisch zu betrachten, legal ist es dort allemal. Natürlich werden auch nur solche Organisationen ihre Kandidaten begünstigen, wenn diese öffentlich Meinungen vertreten, die auch ihrer Linie entsprechen. Auf der Website Political Money Line kann man gut erkennen, wer von wem und für welche Zwecke unterstützt wird. Daneben gibt es aber noch zahlreiche andere Methoden die Kandidaten bei Bedarf finanziell zu fördern.
News Redaktion am Montag, 11.06.2007 10:46 Uhr
ich verstehe nicht warum so etwas als legal erachtet wird O.o is mir ein rätsel. das man es so oder so tut, ob legal oder illigal, ist imo egal (da hat wohl keiner einfluss drauf) aber sowas als legal abzustufen und somit damit öffentlich handhaben zu können (was einfacher ist) finde ich mehr als ...
afaik bis zu einer gewissen Grenze legal, ab einer gewissen Grenze muss das jedoch veröffentlicht werden bzw. in entsprechenden Protokollen auftauchen. Aber dass die da so wenig spenden? Weniger als 10K$ halte ich nicht für glaubwürdig. ...
in amerika is sowas legal und völlig normal (also dass firmen "spenden") in deutschland isses illegal aber mit sicherheit genauso normal.... Geld regiert nunmal die Welt. ...
in amerika is sowas legal und völlig normal (also dass firmen "spenden") in deutschland isses illegal aber mit sicherheit genauso normal.... aber dass den politiker die meinung des wahlvolks einen scheißdreck interessiert is ja eh klar... volk is wichtig solangs wähler sind, sobald die wahl gew ...
Da sage noch einer, dass Politiker nicht käuflich sind. Hoffentlich zieht das amivolk die Konsequenz. (Was aber bezweifelt werden darf) (Ich bin davon überzeugt, dass es in Deutschland und anderen Ländern genauso gehandhabt wird) ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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