
Bei einer großen Zahl von Herstellern und Modellen von Laserdruckern konnte die EFF bereits 2005 nachweisen, dass auf jedem Ausdruck ein Code aus "Yellow Dots" mit ausgegeben wird, mit dem der jeweilige Drucker eindeutig identifiziert werden kann. Bürgerrechtler sorgen sich begründetermaßen, dass beispielsweise Kooperationen von Protestgruppen durch die nachweisliche Verwendung desselben Druckers aufgedeckt werden könnten. Bereits die "Yellow Dots" waren nur mit Lupe, besser noch unter blauem Licht sichtbar. Auch Xerox setzte die Technik bereits 2005 ein, bekannt war dies für die Modelle der Reihen DocuColor 12, 40, 2045, 2000, 6060 und der WorkCentre Pro Serie bekannt.
Nun hat Xerox in der Unternehmenssoftware FreeFlow Variable Information Suite 5.0 ein Verfahren integriert, mit dem unsichtbare Zeichen in Ausdrucke integriert werden können, die nur unter UV-Licht sichtbar werden. Der Clou: Standardtoner reicht völlig aus, da die Fluoreszenz des weißen Papiers genutzt wird. Das Verfahren ist bereits patentiert.
Die Frage ist nur, worin der "Sicherheitsgewinn" bestehen soll - unter UV-Licht wird das Wasserzeichen sichtbar und kann so gegebenenfalls auch nachgeahmt werden. Wird es dokumentenspezifisch erzeugt, wäre die Softwaresuite nicht das erste Programm, das via Reverse Engineering geknackt werden würde. Und wenn die Algorithmen nicht bekannt sind, die ein ungültiges von einem gültigen Wasserzeichen unterscheiden, kann auch kein Anwender seinen Ausdruck ins Schwarzlicht halten, um ein echtes Dokument von einer Fälschung zu unterscheiden.
Von daher steht zu befürchten, dass der Einsatz "bei Banken und Versicherungen" nicht der einzige Anwendungsbereich der Technologie wird. Immerhin: patentiert ist das Verfahren bereits, möglicherweise schreckt das mögliche Nachahmer ab, die Methode zur Kennzeichnung von Ausdrucken ebenfalls einzusetzen.
News Redaktion am Montag, 25.06.2007 17:18 Uhr
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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