Letzteres führte leider dazu, dass ein wunderbares Schweiz-Bashing nicht zustande kommt - als gebürtiger Deutscher und auch dort wohnender Sieger konnte unser iPod-Gewinner leider nicht die drängenden Fragen beantworten, ob das Verhältnis Schweiz/Ipods nun gespalten sei, da bekanntermaßen Apple-Hardware superschwul, die Schweiz wiederum stockkonservativ sei, oder ob andererseits doch sowohl Apple-Hardware als auch die Schweiz penetrant nach Geld stinken. Auch die Antwort auf die Frage, ob eine Deportierung von Schweizern, Österreichern und Bayern nach Sachsen mit anschließendem Mauerbau befürwortet oder abgelehnt wird, wurde weder beantwortet noch begründet.
Stattdessen gab es einige vollkommen unangebrachte Loblieder auf die Schweiz zu hören.
"Es tut mir wirklich leid, deine ganzen, durchaus geistreichen, Theorien über die Schweiz bzw. das Verhältnis Apple - Schweiz zerstören und dich obendrein Lügen strafen zu müssen",
so die Einleitung, die bereits schlimmes erahnen läßt.
"Ich bin 'nur' ein Deutscher, ohne patriotische Gesinnung für irgendein Land ... Andererseits gibt es an der Schweiz, trotz schändlicher Einwanderungspolitik im 2. Weltkrieg, einiges zu bewundern und wenn sie wollen, überrennen die Europa ohne Infiltranten, mit ihrer Miliz.
Artikel 10, Abschnitt 1 der Schweizer Bundesverfassung: "Jeder Mensch hat das Recht auf Leben. Die Todesstrafe ist verboten." - Wo sonst steht diese grundlegende Wahrheit so eindeutig und bestimmt geschrieben? Ach ja, und dann waren da noch die tollen Messer... Ja, die Schweiz ist ganz nett.
Außerdem bin ich ein gesetzestreuer Bürger, der besonders Verfassungen toll findet und daher Deportationen, Mauern, Verschwörungen und ähnliche Methoden menschenfeindlicher Systeme strikt ablehnt. Anmerkung: Raubkopien sind bei meinem Geldbeutel nicht unmoralisch. Punkt."
Diese Schweizbegeisterung kann selbstverständlich auch nicht mehr durch halbherzige gulli:board- und Interviewpartnerloberei ausgebügelt werden: gulli sei "...schon toll. Mir ist keine vergleichbare Internet-Community bekannt...", gefolgt jedoch von geradezu absurden Präferenzen:
"Am besten gefällt mir nun das Zwischenmenschliche, wo ich ein wenig christliche Ideale verbreiten möchte (Bekomme ich den iPod trotzdem?) und viel über eben zwischenmenschliche Beziehungen lernen kann - Sehr tolle Einrichtung.
Was ich nicht mag? Ich weiß zum Glück, dass all die menschenfeindlichen, boshaften Worte nur der Ausdruckskraft dienen und du im Herzen auch ein netter Mensch bist... (Bitte bestätige mich.)"
Er könnte zwar falscher nicht liegen, der iPod wurde dennoch verschickt.
Auch die befragte Quotenfrau unter den Gewinnern äußerte sich - je nach Standpunkt - verblüffend oder wie erwartet. gulli.com scheint bei Vertreterinnen der Doppel-X-Chromosomenfraktion zur Ausbildung eines dicken Fells zu führen, denn Fragen wie "Bist du wirklich eine Frau?" oder "Wer hat dir deinen Rechner und den Internetzugang eingerichtet?" wurden vollkommen gelassen beantwortet - gewiss sei sie das, und der Rechner wurde natürlich selbständig und im Alleingang aufgesetzt. Selbst nach einem "Wie fühlt man sich, nachdem man als "Quotenfrau" unter die Preisträger kam?" fiel die Reaktion geradezu postmodern aus:
"Frauen an die Macht :-) Nee, im Ernst: wenn es was abzustauben gibt, dann bin ich dabei."
Das selbstbewusste Vertreten der eigenen Frauenrolle scheint in der Moderne angekommen zu sein: nicht mehr für abstrakte, idealistische Ziele wird gekämpft, sondern ganz pragmatisch für den eigenen Erfolg, den man ebenso selbstverständlich anstrebt wie die männlichen Vertreter der Gattung. Erwartungsgemäß stieß die Frage, ob man sich dem Lob der gulli:news als "emanzipatorisch" anschließen könnte, auf Unverständnis bei der Siegerin.
Dennoch sei nochmals darauf hingewiesen: trotz mehrerer Kontaktaufnahmen per Mail und, wenn vorhanden, PM, sind vier Preise noch nicht vergeben, darunter zwei T-Shirts. Ein entsprechendes Prüfen der Postfächer wird angeraten, da Gerüchten zufolge intern bereits erörtert wird, ob binnen gewisser Fristen Preise verfallen, völlig willkürlich an Dritte verteilt oder pauschal in "Ich will ein Kind von Korrupt" - Girlie-Shirts umgewandelt werden.
News Redaktion am Donnerstag, 28.06.2007 15:11 Uhr
Hm, ob die "Ich will ein kind von korrupt" girly-shirts in normale shirts umgewandelt un dann auch an männer rausgehen können?^^ Neja, korrupt macht ja alles bekanntlich gegen Geld und "andere" Dienstlei ...
Dass es das nur in Girly-Format im Spreadshirtshop gibt, hat durchaus seine Gruende. Obgleich mir mindestens ein Fall eines Nachdrucks in Herrengroesse bekannt ist. ...
Also ich würde meinen (schon angebrochenen) Gewinn jederzeit gegen ein "Ich will ein Kind von Korrupt"-Shirt tauschen :D Meine Klowand ist so kahl... ...
Hm, ob die "Ich will ein kind von korrupt" girly-shirts in normale shirts umgewandelt un dann auch an männer rausgehen können?^^ ...
die quotenfrau ist ja standartselbstbewusst ;) sind mitlehrweile fast alle:p herzlichen glückwunsch nochmal an alle gewinner mfg Wandang PS: Missy681 : ich würds mir 2mal überlegen korrupts selbstverherrlichendes t-shirt anzuziehen.:D Standard?? Willst du damit sagen, ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.