
Was in den USA mit Suchdaten passieren kann, zeigte im August 2006 der AOL-Skandal. Damals waren ohne jeden Filter 500 MB Logfiles von rund 20 Millionen Suchabfragen aufgetaucht, die von über 600.000 Usern getätigt wurden. Diese wurden verfügbar gemacht und kursieren seitdem frei im Netz. Der kommerzielle Anbieter Ixquick, getragen von der Surfboard Holding BV. verspricht alle Daten nach spätestens 48 Stunden zu löschen. Man speichere die Daten kurzzeitig, um diese zum Schutz vor Missbrauch und gegen eine Überlastung der Server analysieren und auswerten zu können. Zu kommerziellen Zwecken werden die Daten eigenen Angaben nach nicht aufbewahrt.
Dabei ist die Qualität der Ergebnisse aus Suchanfragen für den einfachen Hausgebrauch als wirklich gut zu bezeichnen. Aus 12 großen Suchmaschinen (z.B. Google, Altavista, OpenDirectory, Wikipedia, Yahoo) wird jeweils die erste Ergebnisseite ausgewertet, also nur die besten 10 Treffer jeder Suchmaschine. Gezeigt werden nur die relevantesten Ergebnisse. Für wirklich ausführliche Recherchen muss man leider weiterhin die einzelnen Suchmaschinen nutzen. Nach 20-50 Treffern ist oft Schluss weil Ixquick kein Weiterblättern anbietet. Für die einfache Suche zwischendurch sollte dieser Dienst absolut ausreichend sein. Die Metasuche versteht Operatoren wie AND, OR und die Phrasensuche in Anführungszeichen und übersetzt sie in das Format der jeweiligen Suchmaschine. Ein PlugIn für den Firefox existiert ebenfalls. Auch kann man ein Suchfeld dieses Dienstes ohne viel Aufwand in der eigenen Website einbinden. In den Einstellungen kann man diverse Vorgaben machen, der Familienfilter ist per Default aktiviert. Selbst wirbt man mit dem Sogan, die weltbeste Metasuche im Netz zu sein. Zumindest das internationale Telefonbuch war im Testlauf nicht auf dem neuesten Stand. Gesucht werden kann auch anhand der Telefonnummer. Wer allerdings keinen Eintrag im deutschen Telefonbuchverzeichnis wünschte oder über eine Geheimnummer verfügt, muss keine Angst haben, über diesen Service identifiziert zu werden. Auf welche Daten sich der angebotene Preisvergleich stützt, ist allerdings nicht bekannt.
Der englischsprachige Suchdienst Scroogle.org, der von der privaten Organisation Public Information Research, Inc. getragen wird, funktioniert völlig anders. Der Scroogle Scraper bedient sich der Daten von Google ohne der Suchmaschine die Daten des Suchenden zurück zu geben. Auch Scroogle löscht nach maximal 48 Stunden alle Daten, auf eine Bilder- oder Newssuche muss man aber leider verzichten. Sehr positiv: Auch eine geschützte Anfrage per SSL steht den Anwendern zur Verfügung. Wer lediglich im Web suchen will und auf überflüssigen Schnickschnack verzichten kann, ist bei Scroogle sehr gut aufgehoben. Auch ein Einbau des Dienstes in der eigenen Website ist möglich. Der komplett werbefreie und nicht kommerzielle Service ist auf private Spenden angewiesen. Wer sich Scroogle regelmässig bedient, der sollte sich fairerweise via PayPal oder Kreditkarte auch ein wenig an den anfallenden Kosten beteiligen.
News Redaktion am Sonntag, 01.07.2007 11:05 Uhr
Blendet bei jedem aufruf seine leiste oben ein die nur probleme macht. Die kann man auch abschalten. Ich benutze jetzt schon ~1 Jahr Ixquick, und bin ziemlich zufrieden. Zugegeben, es war eine Umstellung, und die ersten 2-3 Monate bin ich noch relativ häufig "rückfällig" ...
Zu Scroogle hatte ich seinerzeit mal Firefoxsuchen gebastelt, falls die wer brauchen kann. Allgemeine Suche || nur deutsche Ergebnisse ...
Getestet und durchgefallen. Blendet bei jedem aufruf seine leiste oben ein die nur probleme macht. Manche downloadlinks funktionieren nicht mehr durch URL verunstaltung .... ...
http://us.ixquick.com/deu/protect_privacy.html ...
wollte eigentlich schon länger mal alternativen zu google durchprobieren, da google irgendwie zu mächtig wird. da muss ich mal was gegen unternehmen ;) hab kürzlich festgestellt, dass ich ja gefilterte ergebnisse bekomme weil ich cookies per default aus hab und google natürlich auf der blacklis ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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